Polizei warnt vor Betrügereien im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

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1. Fake-Shops“ und „falsche Polizeibeamte“

Kriminelle nutzen die Angst vor dem Corona-Virus momentan auf vielfältige Weise
aus. Auf Fake-Shops bieten sie medizinische Geräte und Atemschutzmasken an, die
Kunden nie erhalten. Oder sie geben sich als infizierte Angehörige aus, um Geld
bei ihren Opfern zu erschleichen. In der neuen Variante geben sie sich als
Amtspersonen aus, die vor allem bei älteren Menschen Tests auf das
Covid-19-Virus durchführen wollten. Tatsache ist: Es werden keine unangemeldeten
Corona-Tests an der Haustür durchgeführt! Daher Vorsicht vor Personen, die
Corona-Tests durchführen wollen:

   – Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests
     durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt
     oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein
     Test angeordnet wurde.

   – Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den
     Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur
     bei vorgelegtem Sperrriegel.

   – Übergeben Sie kein Geld an vermeintliche Tester an Ihrer
     Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht
     verunsichern.

   – Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie
     Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine
     Vertrauensperson anwesend ist.

   – Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen
     Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung
     rufen Sie die Polizei unter 110.

   – Melden Sie solche Vorfälle der Polizei.

2. Neue Phishing-Variante „Corona-Karte“

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), kursiert
momentan zudem eine sogenannte „Corona-Karte“, die angeblich in Echtzeit angeben
soll, wo Corona-Infektionen registriert worden sind. Diese „Corona-Karte“ wird
von Kriminellen als Lockmittel genutzt. Wird die Karte geöffnet, lädt im
Hintergrund eine Schadsoftware, die Passwörter und Zugangsdaten am PC ausliest.
Drei Tipps der Polizei gegen die neuen Maschen beim Phishing:

   – Öffnen Sie keine Dateien, Anhänge oder Links von unbekannten
     Adressaten. Seien Sie auch misstrauisch, wenn es sich um Anhänge
     in E-Mail von scheinbar offiziellen Stellen handelt.

   – Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen,
     nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der
     Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen
     Download über den direkten Link).

   – Gehen Sie nicht auf mögliche Geldforderungen ein, wenn Ihr PC
     gesperrt wird.

3. Fake-Seite „Soforthilfe für Corona“ sammelt personenbezogene Daten

Mit dem verlockenden Versprechen „Sie erhalten bis zu 30.000 Euro Soforthilfe
vom Staat ohne Rückzahlung!“ versuchen Betrüger aktuell, personenbezogene Daten
von Bürgerinnen und Bürgern abzugreifen. Wer sich für das Soforthilfeprogramm
der Bundesregierung aufgrund der Corona-Pandemie interessiert, gelangt
möglicherweise auf diese Fake-Seite.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie das
Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnen davor, ein entsprechendes Formular
auf der Internetseite soforthilfe-fur-corona auszufüllen und hochzuladen. Die
vom Seitenanbieter so gesammelten Daten könnten später für Betrugsstraftaten
genutzt werden. Unternehmen wurden teils gezielt telefonisch kontaktiert und
explizit auf die entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Der Anrufer gab
sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der
Soforthilfe aus.

Die Polizei warnt: Diese Seite ist keine offizielle Seite der Bundesregierung
oder eines Bundeslandes. Es werden dort keine Gelder vergeben!

Für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe sollten ausschließlich die
Internetseiten von offiziellen Landesstellen genutzt werden. Dies sind
Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und
Handelskammern.

Achten Sie bei Internetseiten grundsätzlich auf das Impressum und die
Datenschutzerklärung. Die Impressumspflicht ist die Pflicht, in
Druckerzeugnissen und in Online-Veröffentlichungen ein Impressum zu führen. In
dieser Anbieterkennzeichnung werden zum Beispiel Verlag und die Redaktion
genannt. Bei Fake Seiten fehlen diese Angaben oder es werden Adressen im Ausland
angegeben. Auf der Website „soforthilfe-fur-corona“ fehlen jegliche Daten.