Trotz Corona: Bauarbeiter in Hagen packen noch zu

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Die Republik geht ins Home-Office, aber auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche in Hagen mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die Gewerkschaft IG BAU hin – und dankt den 1.050 Bau-Beschäftigten in der Stadt für ihren Einsatz.

„Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen
das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten
macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt
sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als

viele andere Branchen“, betont Friedhelm Kreft von der IG BAU Westfalen Mitte-
Süd.

Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der
regionalen Wirtschaft. „Es sind die Maurer und Zimmerleute, die
Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die,

die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-
Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig in Hagen am Laufen.

Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen
sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisten Bauleute
einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Es ist Zeit, ihnen dafür einfach
auch mal ‚Danke!‘ zu sagen“, so Kreft.

Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung
der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer
seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede
Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen.
„Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss
unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also
2 Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten. Sollte
das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, muss der Chef spätestens dann auch
Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. All das heißt, dass sich
Gewohnheiten ändern müssen. Es darf nicht alles 08/15 weiterlaufen. Viele
Handgriffe, viele Sachen, die ‚schon immer so waren‘, gehen jetzt nicht mehr.
Arbeitsabläufe müssen sich ändern. Der Schutz der Beschäftigten hat oberste
Priorität. Missachtet der Chef das, müssen sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen.
Dabei hilft die Gewerkschaft“, macht Kreft deutlich.