Was müssen Drogen-gebraucher_innen jetzt wissen? Andreas Rau klärt im Video auf

Was müssen Drogengebraucher_innen jetzt wissen?

Viele Drogengebraucher_innen gehören aufgrund von Begleiterkrankungen und der meist geschwächten körperlichen Konstitution zu den besonders durch das Coronavirus Gefährdeten. Der JES-Bundesverband, die Deutsche Aidshilfe, JES NRW und akzept e.V. haben ein Papier mit besonderen Hinweisen und Tipps für Drogengebraucher_innen veröffentlicht.

Ob Drogenberatungsstellen und Kontaktläden geöffnet sind, erfragt man am besten vor Ort. Nach unserer Kenntnis haben viele Einrichtungen ihre Arbeit vorübergehend eingestellt. Eine Übersicht von Adressen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Drogenkonsumräume und Spritzentausch-Angebote erhalten ihre Angebote nach unserem Wissen vorerst aufrecht und sorgen für räumliche Distanz zwischen den Klient_innen und Mitarbeiter_innen.

Die Deutsche Aidshilfe, akzept e.V. und der JES-Bundesverband haben in einem Hilferuf schnelle Hilfe für Drogengebraucher_innen und Obdachlose gefordert, darunter die Schaffung von Möglichkeiten der sofortigen und gegebenenfalls temporären Substitutionsbehandlung für Opioidkonsument_innen – insbesondere auch für Nichtversicherte und Obdachlose, die Sicherstellung der Substitutionsbehandlung für in Quarantäne befindliche Drogenkonsument_innen, unabhängig davon, ob sie vorher bereits mit Substitutionsmedikamenten behandelt wurden oder nicht, oder die Notfallversorgung für Menschen mit einem missbräuchlichen Konsum von Kokain/Kokainderivaten (z. B. durch Versorgung mit Ersatzstoffen wie Ritalin oder mit Originalstoffen). Als Reaktion darauf forderte auch die Bundesdrogenbeauftragte die Aufrechterhaltung der Suchthilfe in der Coronakrise.