Ein „letzter“ Joint auf dem Bahnsteig, anschließend ging es für 120 Tage in den Knast

Dortmund – Hagen | Eine 120-tägige Haftstrafe musste ein 36-jähriger Hagener gestern Abend antreten. Für seine polizeiliche Kontrolle hatte der Mann selber gesorgt. Er hatte zuvor einen Joint geraucht.

Gegen 22:30 Uhr war der Hagener auf einem Bahnsteig im Dortmunder Hauptbahnhof
in das „Visier“ der Bundespolizei geraten, weil es in seinem Umfeld stark nach
Marihuana roch. Da der Verdacht nahelag, dass der 36-Jährige Drogen mitführte,
wurde er überprüft.

Drogen wurden bei dem Mann nicht gefunden, dafür stellte sich heraus, dass gegen
ihn ein Haftbefehl des Hagener Amtsgerichts vorlag. Im September 2019 war der
36-Jährige wegen der Entziehung elektrischer Energie zu einer Geldstrafe von
1.800 Euro verurteilt worden.

Da er die geforderte Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er zur Verbüßung
einer Ersatzfreiheitsstrafe von 120 Tagen in die Dortmunder JVA eingeliefert.

Wie der 36-Jährige später erklärte, hätte er den Marihuanageruch durch den
Konsum eines Joints selber verursacht. *ST