Romance-Scammer enttarnt

Lüdenscheid | Ein so genannter Romance-Scammer hat versucht, eine
Lüdenscheiderin zu betrügen. Seite Mitte Februar hatte sie Kontakt zu dem angeblichen Deutschen, der angeblich in Madrid lebt, aber nun angeblich nach einem Attentat schwer verletzt in einem Krankenhaus in Bagdad liegt.

Die Kommunikation lief über Facebook und Hangouts. Der Mann gaukelte der
Lüdenscheiderin vor, an einer Liebesbeziehung interessiert zu sein und bat seine
Facebook-Bekanntschaft um einen Gefallen: Er habe seinen Kindern ein Paket
geschickt, das vom Zoll festgehalten würde. Sie solle doch bitte mehrere Tausend
Euro überweisen, damit das Paket weiter verschickt werden könne. Das tat die
Frau allerdings nicht, sondern recherchierte und erstattete Anzeige.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor diesen Betrügern, die als „Romance-Scammer“
(romantische Betrüger) bekannt sind. Immer wieder erobern Unbekannte vom Ausland
im Sturm deutsche Herzen. Schon nach Stunden oder Tagen sprechen sie von Heirat.
Allerdings geraten sie, bevor es zum persönlichen Kontakt kommt, in eine
angebliche Notlage. Der Phantasie sind bei diesen Lügengeschichten keine Grenzen
gesetzt. Immer wieder lassen sich leider Opfer auf dieses Spiel ein und
transferieren immer und immer wieder Geld auf ausländische Konten. Misstrauen
ist daher angebracht und wer Liebe im Internet sucht, sollte spätestens, wenn
Geldforderungen aufkommen, äußerst misstrauisch werden. Er oder sie sollte
Angaben genau prüfen. Möglicherweise hilft schon eine simple Suche nach dem
angeblichen Namen in einer Internet-Suchmaschine, einem Betrüger auf die Spur zu
kommen. Wer bereits auf einen Romance-Scammer hereingefallen ist, sollte sich
nicht schämen, sondern Anzeige erstatten.