Hagen veranstaltet erstmals Internationale Wochen gegen Rassismus

„Gesicht zeigen – Stimme erheben“ – unter diesem Motto finden von Montag, 16. März, bis Sonntag, 29. März, die diesjährigen Wochen gegen Rassismus statt, an denen sich erstmalig auch die Stadt Hagen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit zahlreichen Aktionen beteiligt. Das städtische Kommunale Integrationszentrum organisiert und koordiniert das vielfältige Programm, mit dem weltweite Solidarität mit Opfern und Gegnern von Rassismus demonstriert wird.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet am Montag, 16. März, um 16 Uhr die Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Kultopia, Konkordiastraße 23-25. Im Anschluss halten die Jugendclubs des Theaters Hagen unter der Leitung von Miriam Walter, die Theaterprojektgruppe der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen St. Laurentius des Caritasverbandes Hagen sowie die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe „Lichter der Großstadt“ unter der Leitung von Gandhi Chahine ein gemischtes Programm mit Poetry Slam, Schauspielszenen sowie Liedern, welche die Erfahrungen junger Menschen mit Rassismus künstlerisch-kreativ bearbeiten, bereit. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos.

Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am Samstag, 21. März, möchte das Kommunale Integrationszentrum gemeinsam mit den Hagener „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ ein Zeichen gegen Rassismus setzen: Sie veranstalten von 15 bis 15.30 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz einen sogenannten „Smart Mob“, eine Form von kurzen, scheinbar spontanen Menschenaufläufen mit politischer oder sozialer Botschaft. Die Veranstaltung ist öffentlich; die Organisatoren hoffen auf vielfache Unterstützung aus der Hagener Bevölkerung. Der „Tag gegen Rassismus“ geht auf den 21. März 1960 zurück, als rund 200.000 Menschen in Sharpeville, Südafrika, gegen die Apartheid demonstrierten. Trotz der friedlichen Demonstration eskalierte die Situation, 69 Menschen verloren ihr Leben. Die Vereinten Nationen riefen sechs Jahre später den 21. März als Gedenktag aus.

Darüber hinaus werden weitere Aktionen wie beispielsweise eine Lesung zum Buch „Warum ich Nazi wurde“ am Dienstag, 24. März, oder ein Vortrag zum Thema „Roma – ganz anders? Der bereichernde Integrations-Clash“ am Donnerstag, 26. März, angeboten. Das vollständige Programm steht als PDF-Dokument auf der Internetseite des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (www.hagen.de/ki-hagen) zum Herunterladen bereit.