Schlag gegen Rockerkriminalität – sechs Festnahmen am Dienstag Morgen

Hagen | Am Morgen, führten Kriminalbeamte der Dienststelle für Organisierte Kriminalität des PP Hagen einen Großeinsatz gegen
Rockerkriminalität durch. Um 06.00 Uhr durchsuchten die Ermittler zeitgleich acht Wohnungen in den Städten Wuppertal, Dortmund, Gelsenkirchen, Schwerte, Herne, Castrop-Rauxel und Schermbeck.

In den Wohnungen sicherten die Beamten umfangreiche Beweismittel. Eine halbautomatische Schusswaffe wurde
sichergestellt. Hintergrund der Maßnahme waren die Auseinandersetzungen zwischen
zwei Rockergruppen in Hagen in den letzten Jahren. Die OK-Ermittler hatten nach
Auseinandersetzungen rivalisierender Rockergruppen im Jahr 2018 bereits im Jahre
2019 und 2020 intensive Ermittlungen geführt und in diesem Rahmen Haftbefehle
und Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Ins Zentrum der Ermittlungen rückte
schnell ein Motoradclub, der sich im Hagener Süden auflöste, um sich kurz darauf
in Hagen-Hohenlimburg neu zu gründen. Hier wurden Ermittlungen wegen des Erwerbs
und des Handels mit Schusswaffen geführt. Aus der Gesamtschau ergibt sich der
dringende Verdacht, dass der Tatbestand der Mitgliedschaft in einer kriminellen
Vereinigung erfüllt ist. Wegen der besonderen Gefährlichkeit der Festzunehmenden
griffen die Ermittler bei den Festnahmen am heutigen Tag auf mehrere Teams der
Spezialeinheiten zurück. Insgesamt waren an dem Einsatz ca. 240 Polizisten
beteiligt, davon große Teile der Hagener Kriminalpolizei sowie
Unterstützungskräfte aus anderen Behörden. An einem Objekt in Dortmund kam ein
Spezialfahrzeug mit Räumschild zum Einsatz, um ein Tor zu öffnen. Bei dem
Einsatz nahmen die Polizisten sechs Personen fest, gegen zwei von ihnen bestand
bereits ein Haftbefehl. Die Beamten transportierten alle Festgenommenen in das
Polizeigewahrsam Hagen. Hier werden die Männer, die zwischen 36 und 56 Jahre alt
sind, jetzt vernommen.