Hagener Tierschützer: "Zoos auslaufen zu lassen"

Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) stellt die Forderung Zoos auslaufen zu lassen.

Das Krefelder Unglück zeige, dass mehr Fragen auf den Tisch kämen, als Antworten. In der Gefangenschaft seien die Tiere mehr betroffen als in freier Wildbahn.

Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF

Der Geschäftsführer des WDSF: „In freier Wildbahn regelt sich das Leben und Sterben von Tieren von alleine. Kein Mensch greift dort ein. In Krefeld sind offenbar Bauteile verwendet worden, die nicht dem Standard entsprechen. Auch das hat dazu beigetragen, dass unnötigerweise Tiere gestorben sind.“

Das WDSF fordert seit Jahren, dass Zoos Auslaufmodelle sein müssten. Es dürfe keine Nachzucht und keinen Import mehr geben und ein Zoo müsse sich darauf beschränken, domestizierte Tiere und Kleinlebewesen zu halten. Dass Eisbären, Elefanten, Delfine, Affen, Löwen und andere exotische Tiere in Gefangenschaft gehalten würden, sei frivol, meint der WDSF-Geschäftsführer. Die Verhaltensauffälligkeiten seien gravierend und die Tiere hätten keinen freien Auslauf.

Tierversuche an Affen seien völlig entbehrlich. Kein Tier in Gefangenschaft könne sich dem Eingriff der Wissenschaftler entziehen. „Wir müssen ethische Grundregelungen aufstellen, um diesen Missbrauch zu beenden“, meint der WDSF-Geschäftsführer.