Gemeinden profitieren von Kirchensteuer-Mehreinnahmen

Finanzsynode des Ev. Kirchenkreises Hagen im Hasper Gemeindezentrum


Die zweite Tagung der Kreissynode in 2019 im Evangelischen Kirchenkreis Hagen hat jetzt im
Gemeindezentrum in Haspe stattgefunden. Mit ungewöhnlichen Gästen… . Oder doch nicht? Mitten
in den Bericht vom Finanzausschuss der Landessynode platzen Nikolaus und Knecht Ruprecht am
vergangenen Freitag in den Gemeindesaal in Haspe. Aber wo, wenn nicht hier, musste dieser Besuch
am 6. Dezember fast schon eine Selbstverständlichkeit sein. Die Synode nahm es mit Humor, und die
beiden zogen ab, ohne das Ruprecht die Rute schwingen musste.
Auf der Tagesordnung der Finanzsynode standen klassischerweise viele Themen, die sich mit Zahlen
und harten Fakten beschäftigen. An die Nachwahlen in verschiedene Ausschüsse schlossen sich
zunächst die Berichte von der Landessynode an. Pfarrerin Elke Schwertfeger beispielsweise
berichtete aus dem theologischen Ausschuss, der sich unter anderem mit der kirchlichen
Klimaschutzstrategie beschäftigt hat. „Wir müssen als Kirche noch konzentrierter daran arbeiten“, so
die Pfarrerin, die mit der Hagener Pauluskirchengemeinde zu den Vorreiterinnen in Sachen
gemeindlichem Umweltschutz gehört.
Um die Kirchensteuerverteilung 2020 und den Haushaltsplan der Kreissynodalkassen ging es bei den
folgenden Programmpunkten. Für das Jahr 2019 werden im Evangelischen Kirchenkreis Hagen
600.000 Euro mehr Kirchensteuereinahmen erwartet als ursprünglich kalkuliert. Davon profitieren
die Gemeinden mit einem deutlichen sechsstelligen Betrag.
Matthias Küstermann, Leiter des Kreiskirchenamtes in Witten, berichtet über den aktuellen Stand im
Sachen Neues kirchliches Finanzmanagement (NKF). Nach wir vor wird mit Hochdruck daran
gearbeitet, Rückstände, die durch die holprige Einführung des Systems entstanden sind,
aufzuarbeiten. „Wir sind da mit einem sehr engagierten Team im Einsatz und geben unser Bestes“, so
Küstermann, der sich auf der Synode mit dem Unmut jener auseinandersetzen musste, denen NKF
das Leben derzeit alles andere als erleichtert. „Wir sind auf einem guten Weg“, versicherte der
Verwaltungsfachmann.
Die Tagung der Kreissynode ist auch immer ein Ort für Glückwünsche, Begrüßungen und
Verabschiedungen. So hat Pfarrer Gunther Urban aus Breckerfeld am Nikolaustag 2019 an seiner
letzten Synode teilgenommen. „Er ist ein Urgestein und schon ewig im Kirchenkreis“, sagte
Superintendentin Verena Schmidt, die Urban ein kleines Geschenk überreichte und ihm für seine
Arbeit im Kirchenkreis herzlich dankte. Bis zum Frühjahr des kommenden Jahres wird der
Breckerfelder Pfarrer noch im beruflichen Einsatz sein, bevor er am 19. April 2020 offiziell in den
Ruhestand verabschiedet wird.