ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM EMIL SCHUMACHER MUSEUM


Bei einem Rundgang durch das Museum am Sonntag, 8. Dezember wird ab 12.15 Uhr die Werkentwicklung des Künstlers Emil Schumacher erläutert: Von den frühen, vom Expressionismus beeinflussten Arbeiten, über die Werke der 1950-er, die schließlich zur Abstraktion führten, den Einsatz von verschiedenen Materialen der folgenden Jahrzehnte bis hin zum Spätwerk werden verschiedene Facetten aus rund 70 Schaffensjahren vorgestellt. Einen Schwerpunkt der Führung bildet die Weihnachtskrippe, die der junge Familienvater und Künstler nur zwei Jahre nach dem Krieg in noch immer schweren Zeiten und unter  dem Einfluss der allgegenwärtigen Zerstörungen des Krieges schuf. Wie konnten die Figuren des Jesuskindes, von Maria und Josef aus der Hand Schumachers in dieser Zeit, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, geraten? Die Zeitgenossen waren kritisch und wünschten sich meist eher eine liebliche Szene in leuchtenden Farben und vielleicht auch mit etwas „Rauschgold“, um bei der Betrachtung der Krippe an bessere Zeiten denken zu können und Trost zu finden – wer hätte es ihnen verdenken mögen. Aber es gab auch Familien in Hagen, denen die Roh- und Einfachheit des Schumacherschen Bildes von der Geburt Jesu gerade umso mehr ans Herz ging. Für sie gehört die Krippe aus Zementguss bis heute zu Advent und Weihnachtszeit. Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.