SPD-Ratsfraktion sieht im Vorwurf des Kämmerers die Fortführung seiner Verhinderungspolitik

SPD Hagen;: Die Ankündigung, dass Hagen eine um eine Million Euro höhere Gemeindefinanzierung vom Land erhalten wird als geplant ist bei angespannter Haushaltslage mehr als erfreulich.

Leider wurde diese gute Nachricht in WP/WR
überschattet von einer wiederholt destruktiven Parole des Kämmerers Christoph
Gerbersmann. Die Politik werde schon ausreichend Fantasie haben, das Geld an
anderer Stelle wieder auszugeben, unterstellt der CDU-Dezernent gleich dem gesamten
Rat fehlende finanzielle Verantwortung.
Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Claus Rudel wird mit dieser Aussage wiederholt
deutlich, dass Gerbersmann weniger Perspektiven und Chancen der Stadt und seiner
Bürger im Auge hat, sondern vielmehr danach trachtet, als „Sparfuchs“ Lob von der
Arnsberger Kommunalaufsicht zu bekommen.
„Um zu sehen, wo in Hagen der Schuh drückt braucht man keine Fantasie, da genügt ein
offenes Auge und Realitätssinn“, so Claus Rudel. Die SPD-Ratsfraktion halte der
Verwaltung seit Jahren eine lange Mängelliste vor Augen: der ÖPNV muss besser
werden, Kita- und OGS-Plätze fehlen, Kinderspielplätze müssen saniert werden, Straßen
und Brücken repariert.
Im Rahmen der zurzeit laufenden Haushaltsberatungen für die Jahre 2020 und 2021 hat
die SPD-Ratsfraktion bereits mehrfach die fehlende Kreativität des Kämmerers und
fehlende Bereitschaft zur Weiterentwicklung unserer Stadt durch die Verwaltungsspitze
angemahnt. Im Haushalt von Kämmerer Christoph Gerbersmann sind weder
Investitionsmittel für den Ausbau der Schulen und des Offenen Ganztags an Schulen zu
finden, noch stehen ausreichend Gelder für Klima- und Umweltschutz in den kommenden
beiden Jahren zur Verfügung. Und das trotz vollmundiger Bekundungen des
Oberbürgermeisters gegenüber den Klimaaktivisten.
„Wir zeigen auf, wo wir als Stadt für unsere Bürger besser werden müssen, wir tragen
wichtige Anliegen vor und suchen händeringend nach Finanzierungsmöglichkeiten. Dafür
bekommen wir jetzt vom Kämmerer durch die Blume gesagt, dass wir das Geld doch nur
zum Fenster rausschmeißen wollen. Diese Haltung ist erschreckend, macht aber auch
deutlich, warum wir in Hagen an vielen Stellen hinter vergleichbaren Städten
zurückliegen“, so Claus Rudel.