© Hans Leicher.

Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst im Erlebnisclub

Am gestrigen Samstagabend gab es gegen 21 Uhr zunächst einen
Rettungsdiensteinsatz in einem Erlebnisclub im Hammertal. Zwei kollabierte
Personen, darunter eine nicht ansprechbar, wurden mit Rettungswagen und
notärztlicher Begleitung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Aufgrund erster Untersuchungsergebnisse sowie einem ausgelösten
Kohlenmonoxid-Warngerät der Rettungskräfte konnte eine Kohlenmonoxidvergiftung
nicht ausgeschlossen werden. Daher wurden noch auf dem Weg zum Krankenhaus die
die Kräfte der Hattinger Feuerwehr alarmiert.

Vor Ort klagte eine Mitarbeiterin des Rettungsdienstes über Beschwerden. Da nach
wie vor Kohlenmonoxid als Ursache für die Symptome bei den drei Verletzten nicht
ausgeschlossen werden konnte, begannen Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz
das Gebäude zu evakuieren. Zunächst musste man von maximal 500 Personen
ausgehen, dies wurde vor Ort auf 300 bis 350 Personen reduziert.

Insgesamt vier Trupps unter Atemschutz wurden im Gebäude eingesetzt. Die Gäste
kamen zum Teil in einem Linienbus unter, der sich im Liniendienst an einer
Bushaltestelle befand. Weitere Busse wurden nachgefordert. Durch die
unverzüglich  eingeleiteten Maßnahmen konnten alle Gäste aus dem Gebäude
gerettet werden. Im Verlauf des Einsatzes kam es zunächst bei weiteren vier
Gästen zu Unwohlsein. Diese wurden daher umgehend medizinisch versorgt.

In der Zwischenzeit war ein Großaufgebot an Rettungs- und Feuerwehrkräfte aus
dem gesamten Kreisgebiet alarmiert worden, so dass schlussendlich 160 Kräfte im
Einsatz waren.

Die Gäste des Erlebnisclubs wurden mit Bussen zum Wasserschloss Kemnade
gebracht. An der dort eingerichteten Sammelstelle erfolgte eine Sichtung und
Untersuchung der Personen. Vier weitere Gäste zeigten im Laufe der Untersuchung
unterschiedliche Symptome, die dazu führten, dass die Patienten mit
Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden. Somit stieg die
Anzahl der Verletzten auf insgesamt elf.

Die Einsatzkräfte sichteten rd. 200 Personen. Einige hatten die Einsatzstelle
jedoch bereits vorher eigenständig verlassen.

Das Gebäude wurde sowohl durch die Kräfte der Feuerwehr als auch den
Bezirksschornsteinfeger sowie Mitarbeiter des Gasversorgers kontrolliert. Alle
Messungen und Kontrollen verliefen negativ.

Nach der Sichtung aller verbliebenen Gäste wurde die Einsatzstelle an den
Betreiber übergeben.

Für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die Kräfte der Polizei war der Einsatz um
1.15 Uhr beendet. Während der Einsatzdauer war die Straße Im Hammertal zwischen
Buchholzer und Wittener Straße komplett gesperrt.

Durch die kreisweit vorgeplanten Konzepte funktionierte die Zusammenarbeit der
Einsatzkräfte aus den verschiedenen Hilfsorganisationen vorbildlich.

Viele Gäste zeigten, trotz der etwas unglücklichen Situation, durchaus
Verständnis für die Arbeit der Einsatzkräfte.

Angeblicher Massenanfall von Verletzten in Hattingen –
Herdecker Feuerwehr unterstütze

Herdecke / Hattingen | Die Freiw. Feuerwehr Herdecke wurde am Samstag um 21:42 Uhr zu einem Massenanfall von Verletzten (ManV) Stufe 2 nach Hattingen alarmiert.

Kurz darauf fuhr der ManV-Zug mit 13 Feuerwehrangehörigen einem
Mannschaftstransportwagen, dem Wechsellader mit dem Abrollbehälter ManV sowie
einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug in Richtung Hattingen ab. Dort bestand
ein Einsatzereignis mit mehreren Verletzten bzw. Betroffenen. Wir verweisen hier
auf die offizielle Meldung der Feuerwehr Hattingen.

Parallel war die Feuerwache am Herdecker Bach für Einsätze auf dem eigenen
Gemeindegebiet fest besetzt. Zudem musste noch der Ärztliche Leiter
Rettungsdienst von Herdecke nach Hattingen transportiert werden.

Die Kräfte standen dort bis 23 Uhr im Bereitstellungsraum und mussten nicht
tätig werden.