Jetzt mitmachen: Jugendforum „Hagen gestalten“

Was kann in Hagen besser laufen?
Welche Freizeitangebote wünsche ich mir? Jugendliche in
Hagen haben viele konkrete Vorschläge für ihre Stadt –
das zeigt die im Frühjahr 2019 durchgeführte
Jugendbefragung der Stadt Hagen. An dieser Befragung
haben sich über 700 junge Menschen beteiligt. Ein
weiteres Ergebnis war, dass nur wenige junge Menschen
die Mitbestimmungsmöglichkeiten in ihrer Stadt, wie den
Jugendrat, kennen. Die nächste Möglichkeit sich
einzubringen, bietet das Jugendforum „Hagen gestalten“
am Dienstag, 5. November, um 18 Uhr im Rathaus an der
Volme. Alle Hagenerinnen und Hagener zwischen zwölf
und 27 Jahren sind willkommen. Die jungen Menschen
können konkrete Ideen mitbringen oder sich am Abend
spontan einer Arbeitsgruppe anschließen. Für Verpflegung
ist natürlich auch gesorgt.

Hannah Scharlau (li.) und Esra Sarioglu freuen sich auf
zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am
Jugendforum „Hagen gestalten“ am 5. November. (Foto:
Maximilian Gerhard/Stadt Hagen)


„Unsere Aufgabe ist es, die Ideen und Bedürfnisse der
jungen Menschen ernst zu nehmen und uns darum zum
kümmern” sagt Hannah Scharlau, Fachgebietsleitung
Jugendförderung bei der Stadt Hagen. „Dies ist aktuell
besonders wichtig, denn wenn die Jugendlichen erleben,
dass wir sie ernst nehmen, dass sie mit ihren Ideen etwas
erreichen können, dann beugen wir damit auch
Perspektivlosigkeit und Radikalisierung vor”, ergänzt Esra
Sarioglu. Sie ist seit dem 1. Juli 2019 zuständig für
Jugendbeteiligung in Hagen. Zuvor war sie
Schulsozialarbeiterin und hat viel mit benachteiligten und zugewanderten Jugendlichen gearbeitet – sie weiß also
wovon sie spricht.
„In diesem Jahr konnten wir Frau Sarioglu und Frau
Scharlau neu für das Team der Jugendförderung
gewinnen. Außerdem nehmen wir Teil an zwei Projekten
des Landesjugendamtes, um Jugendbeteiligung zu fördern
und Hagen zur jugendgerechten Kommune zu entwickeln.
Es bewegt sich also etwas und wir investieren so in die
Zukunft der Stadt Hagen” erklärt Natalia Keller,
Abteilungsleiterin im Fachbereich Jugend und Soziales.
Offene Jugendforen lösen Bezirksjugendräte ab
Vor diesem Hintergrund haben die drei Mitarbeiterinnen
der Stadtverwaltung gemeinsam mit Mitgliedern des
Jugendrates einen Vorschlag zur Neustrukturierung der
Kinder- und Jugendbeteiligung erarbeitet, der am 26.
September einstimmig vom Rat der Stadt Hagen
beschlossen wurde. Der Beschluss sieht vor, keine
Bezirksjugendräte mehr zu wählen und stattdessen offene
Formate der Beteiligung anzubieten. So will die Stadt dem
Wunsch nach gesellschaftlicher und politischer Teilhabe
von Kindern und Jugendlichen künftig bestmöglich gerecht
werden.

„Wir haben vor einem Jahr das erste stadtweite
Jugendforum durchgeführt und daraus sind einige Aktionen
und Projekte entstanden”, berichtet Hannah Scharlau. „Wir
haben aber auch gelernt, was wir besser machen können –
zum Beispiel bei der Begleitung der Projektgruppen nach
der Veranstaltung – und setzen das dieses Jahr um.”

Beim Jugendforum werden die Wünsche der Jugendlichen
ernst genommen und angegangen. Wie wird aus einem
Wunsch ein Ziel? Welche Schritte sind notwendig, um
dieses Ziel zu erreichen? Wen brauchen wir als
Unterstützung? „Unser Team der Jugendförderung und die
Fachkräfte aus den Jugendzentren werden die jungen
Menschen begleiten, damit sie bei den manchmal
langwierigen bürokratischen Mühlen der Verwaltung nicht
den Mut verlieren, ihre Ideen umzusetzen”, erklärt Hannah
Scharlau. „Und es stehen auch verschiedene Gelder zur
Verfügung, um die Pläne der junge Menschen zu
realisieren”, ergänzt Natalia Keller.
Das Jugendforum „Hagen gestalten” ist eine Veranstaltung
des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen in
Kooperation mit dem Jugendring Hagen im Rahmen des
Projektes „Beteiligung ist möglich! – Hagen auf dem Weg
zur jugendgerechten Kommune“, gefördert aus dem
Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW. Eine
Anmeldung für das Forum ist nicht notwendig. Für
Rückfragen steht Hannah Scharlau per E-Mail an
Hannah.Scharlau@stadt-hagen.de oder unter Telefon
0151/25270305 zur Verfügung.