CDU: Modulares Parkraumbewirtschaftungskonzept für Quartiere

Mehr Parkplätze für Anwohner und Gewerbetreibende fordert die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Hagen-Mitte. Im ersten Schritt will die Fraktion um den Vorsitzenden Hanjo Junge die Verwaltung beauftragen, ein einheitliches modulares Parkraumbewirtschaftungskonzept für Quartiere mit erheblicher Parkraumknappheit zu entwickeln. „Das schafft kurzfristig keine neuen Stellplätze, hilft aber, diese gerechter zu verteilen“, wie Junge erläutert. „Jeder von uns kennt Klagen von Anwohnern aus allen Stadtteilen. Sie sind auf ihr Auto angewiesen und suchen nach der Arbeit vergeblich einen Parkplatz. Sie fahren oft weite Wege, bevor sie genervt im Parkverbot „fündig“ werden. Manchmal blockieren sie Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege. So kann das nicht weitergehen!“ Die Fraktion habe deshalb eingehend Bürgerstimmen aus der lokalen Zeitung studiert und Lösungsstrategien entwickelt.

Beifall findet das bei Bezirksbürgermeister Ralf Quardt: „Überall werde ich darauf angesprochen, bei Bürgersprechstunden und Lokalterminen. Der Antrag bietet einen geschickten Lösungsansatz!“ Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Dr. Stephan Ramrath begrüßt die Initiative ebenfalls: „Das ist mit uns abgestimmt und soll die Parkprobleme schrittweise lösen. Wir wollen die Quartiere den Bewohnern zurückgeben und Kunden wieder kurz in der Nähe ihrer Geschäfte halten lassen. Nur so bleiben auch die Nebenzentren attraktiv. Wichtig ist uns dabei, dass die Verwaltung nicht für jeden Stadtteil ein neues Konzept erarbeitet, sondern auf einen modularen Werkzeugkasten zurückgreift. Dabei werden im Quartier nur die Instrumente eingesetzt, die örtlich geeignet sind. Das sorgt für Klarheit bei Verwaltung und Autofahrern.“

Allerdings sieht auch Ramrath weiteren Handlungsdruck: „Wir brauchen insgesamt mehr Parkraum. Wir müssen umgenutzten wieder nutzbar machen und neuen schaffen. Deshalb ist der Antrag nur der Auftakt zu einer umfassenden Kampagne der CDU-Fraktion. Bis hinunter zu den Baugenehmigungen werden wir alle Stellschrauben identifizieren, damit wieder mehr Parkplätze entstehen. Dazu könnten erweiterte Stellplatz-Verpflichtungen für Bauherren von Großwohnanlagen ebenso zählen wie die einfachere Ausweisung von Grünflächen vor der Haustüre für private Pkws.“

Der CDU-Fraktionssprecher im Umwelt- und Mobilitätsausschuss, Jörg Klepper, sieht auch die Halter in der Pflicht: „Familien sollten darüber nachdenken, ob wirklich jedes Fahrzeug in der Flotte gebraucht wird. Viele Wege lassen sich besser zu Fuß, mit Bus oder E-Bike zurücklegen. Wichtig ist nur, dass man es einmal ausprobiert. Der „Aha-Effekt“ ist meist riesig!“