Workshop zum Thema Essstörungen

„Was zählt?! Gemeinsam Wege aus der Essstörung finden“ – unter diesem Motto bietet die Fachstelle Suchtvorbeugung der Kommunalen Drogenhilfe in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ab Dienstag, 22. Oktober, von 18.30 bis 20.30 Uhr in der AWO-Suchtberatungsstelle, Böhmerstraße 11, einen Workshop für Eltern und Angehörige von Kindern mit Essstörungen an.

Sie essen zu viel oder gar nicht: Jedes dritte Mädchen und mehr als jeder zehnte Junge zwischen 14 und 17 Jahren entwickelt Symptome einer Essstörung. Sobald Jugendliche unter Magersucht, Bulimie oder Binge Eating leiden, ist meist die gesamte Familie betroffen. Themen wie Gewicht, Figur, Kalorien und Essen sorgen häufig für Konflikte. Gefühle und Ängste der Eltern bleiben dabei oft auf der Strecke.

In den vergangenen drei Jahren konnten sich Hagener Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und Fachleute bereits zweimal im Rahmen der interaktiven Ausstellung „Klang meines Körpers“ der Werkstatt Lebenshunger e.V. mit dem Thema Essstörungen intensiv auseinandersetzen. Dabei wurde vor allem das Verständnis von und der Umgang mit Betroffenen vermittelt. Um einen ganzheitlichen, systemischen Umgang mit der Erkrankung zu ermöglichen und angemessene Beratungsmöglichkeiten für Angehörige zu schaffen, entwickelte die Werkstatt das Elternmodul „Was zählt?! Gemeinsam Wege aus der Essstörung finden“. Darin geht es um das Thema Pubertät, Hintergrundinformationen über Essstörungen, Einblicke in die Gefühlswelten der Betroffenen, Haltungsfragen der Angehörigen, Entwicklung von Lösungsideen und immer um den wichtigen Austausch mit Eltern.

Die AOK Nordwest finanzierte die Anschaffung des Elternmoduls, sodass nun auch Hagener Bürgerinnen und Bürger diese Unterstützung angeboten bekommen. Das Programm findet an insgesamt fünf Terminen statt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an ingrid.liefke@awo-ha-mk.de notwendig.

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