„Shoplifters“ macht den Anfang bei Kirchen und Kino

Ökumenisches Filmprojekt startet am 13. Oktober in die nächste Spielzeit


Die nächste Saison der Filmreihe „Kirchen und Kino“ steht vor dem Tür. Am Sonntag, 13. Oktober, macht der Film „Shoplifters – Familienbande“ um 17.30 Uhr den Anfang im Kino Babylon an der
Pelmkestraße in Wehringhausen. Der japanische Film, der im vergangenen Jahr beim Filmfestival in Cannes prämiert worden ist, zeichnet das sensible Porträt einer eigentümlichen Familie von Dieben und Lebenskünstlern, die ein verwahrlostes Mädchen in ihren Reihen aufnimmt. Passend zum Entstehungsland und Kontext des Filmes, werden die Veranstalter in der Pause einen japanischen
Snack reichen: „Es gibt Sushi – auch vegetarisch – und Tee“, so Alexander Thiele vom Kino Babylon.

Freuen sich auf den Start von Kirchen und Kino am 13. Oktober: Pfarrerin Katharina Eßer (Ev. Kirchenkreis), Gerhard Steger (kath. Dekanat Hagen-Witten), Pfarrerin Dr. Christine Kress (Ev.
Kirchenkreis) und Alexander Thiele vom Kino Babylon. Foto: Kristina Hußmann

Die Reihe „Kirchen und Kino“ ist ein ökumenisches Projekt, das in Hagen vom Evangelischen
Kirchenkreis und dem Katholischen Dekanat Hagen-Witten mitorganisiert wird. Präsentiert werden
Filme, die von der evangelischen und katholischen Filmarbeit in Deutschland und der Schweiz als Film
des Monats bzw. Kinotipp der katholischen Filmkritik hervorgehoben wurden. „Zwar hat kein Film
ganz konkret etwas mit Kirche zu tun“, so Alexander Thiele, „aber thematisch ganz viel!“. Denn bei
den Filmen in der Kirchen-und-Kino-Reihe geht es um die Kernthemen des christlichen Glaubens:
Liebe, Treue, Hoffnung, Hingabe, Vertrauen, Leiden und Sterben.
In diesem Jahr stehen unter anderem „Gunderman“ (sieben deutsche Filmpreise), der isländische
Film „Gegen den Strom“, der die drohende Klimakatastrophe zum Thema hat, und der deutsche Film
„Styx“, der die Zuschauer – als Kammerspiel auf hoher See aufgebaut – mit dem Migrations-Dilemma
konfrontiert, auf dem Programm. „Styx“ wird am 19. April gezeigt und wird begleitet von Michael
Kleinschmidt, Medienpädagoge, der sowohl eine Einführung als auch ein Filmgespräch im Anschluss
anbietet.
Nicht auf die Liste hat es Wim Wenders Dokumentarfilm „Papst Franziskus“ geschafft. „Das bedaure
ich sehr“, sagt Gerhard Steger vom Katholischen Dekanat. „Der Film ist toll und hätte perfekt in diese
Reihe gepasst.“ Dass der Film aus dem Jahr 2018 nicht dabei ist, hat allerdings allein technische
Gründe, wie Alexander Thiele weißt. „Nicht alle Kinos, die bei Kirchen und Kino mitmachen (Anmerk.
der Redaktion: allein 18 in NRW), können den Film so, wie er vom Verleiher angeboten wird,
abspielen.“ Das sei natürlich schade. „Aber wir haben auch so ein wirkliches tolles Programm, das ich
nur empfehlen kann.“

Die Filme aus der Reihe „Kirchen und Kino“ im Hagener Kino Babylon im Überblick:
 Sonntag, 13. Oktober, 17.30 Uhr: Shoplifters – Familienbande, Japan 2018
 Sonntag, 17. November, 17.30 Uhr: Gunderman, Deutschland 2018
 Sonntag, 15. Dezember, 17.30 Uhr: Die Frau des Nobelpreisträgers, USA/Schweden 2017
 Sonntag, 19. Januar, 17.30 Uhr: Gegen den Strom, Island 2018
 Sonntag, 16. Februar, 17.30 Uhr: Girl, Belgien 2018
 Sonntag, 15. März, 17.30 Uhr: Capernaum – Stadt der Hoffnung, Libanon 2018
 Sonntag, 19. April, 17.30 Uhr: Styx, Deutschland 2018 (Einführung und Filmgespräch mit
Medienpädagoge Michael Kleinschmidt)
 Sonntag, 17. Mai, 17.30 Uhr: Fridas Sommer, Spanien 2017
Mehr Info gibt es im Internet unter https://saison2019-20.kirchen-und-kino.de/