Hagen Aktiv fordert: „LKW-Durchgangsverkehr bereits an Autobahn unterbinden“

Hagen Aktiv: In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität am
11.09.2019 hat dieser einige Maßnahmen beschlossen, mit denen der Lasterverkehr
durch die City eingedämmt werden soll, u. a. Ausweitung des LKW-Fahrverbots am
Remberg, Sperrung Feithstraße und Heinitzstraße ab Bülowstraße für LKW´s und Prüfung
weiterer Schritte nach der Eröffnung der Bahnhofshinterfahrung.
Der Ratsfraktion Hagen Aktiv geht dieser Beschluss nicht weit genug. „Hagen braucht eine
Komplett-Lösung, um die LKW-Durchgangsverkehre in der ganzen Stadt zu unterbinden“,
fordert der Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Bücker. „Mit der Sperrung einzelner Bereiche
wird man des Problems nicht Herr, denn aufgrund der Tallage Hagens lässt sich
schädliche Luft nicht beliebig verteilen oder gar ableiten“. Vielmehr müsse es
Hauptanliegen sein, den reinen Durchgangsverkehr auf die Bundesautobahnen
zurückzuverlagern, abkürzenden Lkw-Verkehr durch Hagen zu unterbinden und nur noch
den Schwerverkehr zuzulassen, der sein Ziel in der Stadt hat.
Bereits im November 2018 sollte die Verwaltung beauftragt werden, ein wirksames
Konzept zur deutlichen Reduzierung von LKW-Durchgangsverkehren zu entwickeln, so ein
gemeinsamer Antrag von Hagen Aktiv, CDU und FDP damals.
„Leider konnte sich der Umweltausschuss nicht zu einer Beschlussfassung durchringen“,
bemängelt auch Ratsherr Michael Gronwald die schleppende Befassung mit der
Angelegenheit. „Auch die von der Verwaltung in einem ersten Treffen mit Polizei und
Politik versprochene, weitergehende Verkehrszählung durch ein Sachverständigenbüro ist
bislang nicht organisiert worden“.
Dabei, so Gronwald weiter, sei es ein Leichtes, unter Einbindung von Straßen NRW und
der Bezirksregierung Arnsberg die Verhinderung der Transitverkehre bereits auf den
Autobahnen einzuleiten. Die Straßenverkehrsordnung lasse eine entsprechende
Beschilderung zu. Und auch die dann zwingend erforderliche Kontrolle zur Einhaltung der
neuen Regelungen sei aus seiner Sicht möglich, ohne der Polizei Zusatzaufgaben über
das normale Maß hinaus aufzubürden.
„Den Bürgern brennt das Problem extrem auf den Nägeln, Die Verwaltung muss jetzt das
Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen und das LKW-Problem ganz oben auf die
Agenda setzen“, so Gronwald abschließend.