Grüne in Wetter setzen sich für Selbstverpflichtung zum Klimaschutz ein

Die Grünen Wetter konstatieren: Am Tag vor dem dritten globalen Klimastreik und zu Beginn der
Woche der Nachhaltigkeit ist in Wetter immer noch keine Wille zur Beschleunigung beim
Klimaschutz in Sicht. Doch ein ‚weiter so‘ wird teurer und gefährdet die Zukunft unserer Kinder.
Dazu erklärt Grünen-Sprecherin Karen Haltaufderheide:
„Wer sich heute auf die Schulter klopft und darauf verweist, schon so viel für den Klimaschutz getan
zu haben, hat nicht verstanden, dass das nicht reicht. Es ist schon bitter: Millionen Menschen gehen
am Freitag auf die Straße und mahnen mehr Klimaschutz an. Es werden Umweltmarkt und Woche
der Nachhaltigkeit veranstaltet. Die Jusos im Ennepe-Ruhr-Kreis fordern die Ausrufung des
Klimanotstandes und nehmen ihre Fraktionsvorsitzenden in den Orten ins Gebet. Nur im Rat der
Stadt Wetter scheint all das nicht zu interessieren. Da will man Platanen aus planerischen Gründen
fällen und sieht keinerlei Veranlassung, sich im eigenen Handeln zu konsequentem Klimaschutz zu
verpflichten. Man könnte vermuten, dass diese Dinge zusammenhängen.
Wir haben versucht, Gespräche mit allen Fraktionen aufzunehmen, um eine gemeinsame Erklärung
für verstärkten Klimaschutz in Wetter zu verhandeln. Wir haben einen Textvorschlag gemacht, der
von der SPD abgelehnt wurde. Wir haben angeboten, den SPD-Text mit Ergänzungen von uns zu
übernehmen. All das wurde abgelehnt. Was übrig bleibt, ist ein Text der SPD, in dem man sich für
die bisherigen Bemühungen um den Klimaschutz lobt und zur Verantwortung mit dem Finger auf
die große Welt zeigt. Wir haben nicht mehr viel Zeit für eine solche Haltung. So werden die
Klimaschutzziele krachend verfehlt.
Wir kennen die Zahlen für Wetter – natürlich – nicht. Fridays for Future haben für Hagen
ausgerechnet, dass mit der bisherigen lokalen Klimapolitik eine Klimaneutralität im Jahre 2135 zu
erwarten sei – Hundert Jahre zu spät. Wie erkläre ich das meinen Enkelkindern?
Während der Rat immer noch im Klima-Tiefschlaf liegt, zeigen Fridays-Kids, Gewerkschaften und
NGOs, was sie davon halten. Und die Lokale Agenda hält die Klimafahne für Wetter weiterhin hoch.
Wir sollten klug sein und ihr folgen.“