2.000 Besucher beim Hagener Denkmaltag Gast entwendet historischen Ziegelstein

Mit diesem Ansturm haben die Veranstalter des Tag des offenen Denkmals nicht gerechnet: Mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern gilt der Hagener Denkmaltag 2019 als der erfolgreichste der letzten Jahre. Bereits zur offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Baudezernent Hennig Keune am Sonntagvormittag (8. September) hatten sich über 100 Besucher am Hohenhof eingefunden. Doch den großen Erfolg der Veranstaltung mindert ein Diebstahl auf dem Gelände des Hohenhofs.

Ziegelstein entwendet: Denkmalbehörde fordert anonyme Rückgabe


Ein bei den Ausgrabungen auf dem Außengelände gefundener historischer Ziegelstein ist während einer der Führungen entwendet worden. Es handelt sich dabei um einen archäologischen Fund, der dem Land Nordrhein-Westfalen gehört. Seine Entwendung ist daher als Straftat zu bewerten. Zudem gilt das Verschwinden des Ziegelsteins als Verlust für die Archäologie und für die bisher sehr erfolgreichen Maßnahmen im Außengelände des Hohenhofs. Womöglich war sich die Person, die den Ziegelstein mitgenommen hat, dessen nicht bewusst. Die Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadtarchäologie Hagen fordern daher zu einer anonymen Rückgabe des Ziegelsteins bei der Denkmalbehörde der Stadt Hagen im Rathaus auf.

Hohes Interesse an Hagens Kulturdenkmälern
Insgesamt spiegeln die hohen Besucherzahlen das große Interesse an den Kulturdenkmälern der Stadt wider. Insbesondere der Hohenhof besitzt nach wie vor eine besondere Anziehungskraft und sorgt für Begeisterung bei den Besucherinnen und Besuchern.

Ina Hanemann, Leiterin der Denkmalbehörde Hagen, Dr. Birgit Schulte vom Osthaus Museum und Miriam Weber aus dem Architektenbüro Spital-Frenking+Schwarz aus Dortmund haben bis zum Nachmittag durchgängig Führungen durch das Gebäude gegeben. Parallel dazu gab es Gelegenheit, sich im Theaterzimmer des Hohenhof einen Film des LWL zu Karl-Ernst Osthaus und zur Geschichte des Hohenhofs anzusehen oder das ehemalige Wohnhaus der Familie Osthaus zu entdecken. Außerdem haben Dr. Eva Cichy von der LWL-Archäologie und Landschaftsarchitektin Susanne Weisser den ganzen Nachmittag Führungen durch den Garten zu den gartenarchäologischen und gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen gegeben.

Nicht nur am Hohenhof war die Resonanz enorm, sondern auch das ehemalige Kesselhaus auf dem Elbersgelände und das ehemalige Umspannwerk in Haspe waren gut besucht. Am Umspannwerk berichteten Zeitzeugen und ein Film über die Zeiten, in denen das Werk noch aktiv war und eine Bahn durch das idyllische Tal Richtung Breckerfeld fuhr. Die von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff angebotene Busrundfahrt durch das Stadtgebiet war restlos ausgebucht.

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