Von Insektenhotels, Grünpflege und einer Kräuterwiese: Ferienjobber beim Stadtbetrieb Wetter

Wenn das mal keine Motivation ist: „Ich will mithelfen, Wetter sauber zu machen.“ So erklärt Felix Tönshof, warum er in diesem Sommer als Ferienjobber aktiv ist. Der Stadtbetrieb hatte in diesem Jahr erstmals bezahlte Ferienjobs in der Grünflächenunterhaltung ausgeschrieben. Das Interesse war groß und die Jobs schnell vergeben. Insgesamt acht Jugendliche aus Wetter im Alter von 16 bis 18 Jahren haben in den Ferien jeweils zwei bis drei Wochen beim Stadtbetrieb gearbeitet.

(v.li.) Die Ferienjobber Jan England, Felix Tönshof und Swjatoslaw Novik mit Andreas Tebben vom Stadtbetrieb beim Grünpflege-Ortstermin auf dem Areal der Burgruine Volmarstein.  Foto: Stadt Wetter (Ruhr)

Und zu tun gab es genug: so halfen die Jugendlichen mit bei der Reinigung und Pflege der Wege im Park der Ruhe, bi der Entfernung von Überwuchs und Laub, der Säuberung von Wegrändern auf dem Alten Friedhof an der Bornstraße und bei der Müllsammlung in den Grünanlagen. „Das war schon erstaunlich, was da alles weggeworfen wird“, erzählt Jan England. Neben den üblichen Dingen wie Flaschen und Tetrapaks etwa mehrere Müllstahlbehälter im Umfeld der Volmarsteiner Burgruine.

Viel Freude hatten die Ferienjobber auch bei den „Zusatzprojekten“, wie dem Bau von Insektenhotels für den Park der Ruhe oder der Herstellung von Sitzgelegenheiten aus Altreifen und Altholz. Letztere können beim Umweltmarkt am 21. September bestaunt werden.

„Nett, pünktlich, motiviert“: so beschreibt Andreas Tebben vom Stadtbetrieb die jugendlichen Ferienjobber und berichtet noch von einem weiteren Projekt im Park der Ruhe. „Dort haben die jugendlichen eine Wiesenfläche mit regionalen Gräsern und Kräutern errichtet“. Und dabei noch vieles Wissenswertes mitgenommen – von der PH-Wert-Feststellung über die Bodenvorbereitung und die Aussaat bis zum Gießen und der Betreuung der Fläche während der Aufwuchsphase.

Nebenbei ging es für die Jugendlichen auch darum, sich in einer Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch zu üben, das Unternehmen mit seinen Beschäftigten und seinen Abläufen kennen zu lernen und in einem Team mit anderen Jugendlichen zu arbeiten.

„Das war für alle Beteiligten eine gelungene Aktion“, resümiert Stadtbetrieb-Vorstand Ludger Willeke. „Stadtbetrieb und die Jugendlichen der Generation Z konnten voneinander lernen und vieles mitnehmen. Vor allem wurden in den Ferien  Arbeiten erledigt, die ansonsten so nicht hätten geleistet werden können.“

Dieses Ferienjob-Angebot will der Stadtbetrieb nach der erfolgreichen Premiere im nächsten Jahr wiederholen, Termine und weitere Einzelheiten werden im Abfallkalender bzw. auf der Homepage des Stadtbetriebes unter www.stadtbetrieb-wetter.de bekannt gegeben. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es bereits auf der Homepage – hier haben die Jugendlichen selbst ihren Ferienjob mit eigenen Fotos dokumentiert.