Fedrfußball: Deutsche Einzelspieler verpassen knapp Bronze

(ktr) Zum Auftakt der Weltmeisterschaft im französischen Eaubonne wussten die deutschen Federfußballer ungeachtet der schweren Auslosung gleich zwei fette Ausrufungszeichen zu setzen. Sowohl die Hasperin Franziska Oberlies, die in der Bundesliga für den TV Lipperode am Ball ist, als auch der Wuppertaler Noah Wilke stürmte ins WM-Halbfinale und verpassten als Vierte jeweils ganz knapp Edelmetall.

Franziska Oberlies und Trang Nguyen nach dem Spiel um Platz 3

Gleich in der ersten Partie gegen die gegen die Italienerin Concetta Special unterstrich Franziska Oberlies beim 21:12, 21:9 ihre gute Form. Auch im zweiten Vorrundenspiel ließ die Hasperin gegen Leong On Kei aus Macau nichts anbrennen. Nach dem 21:7 im ersten Durchgang musste die Asiatin beim Stande von 2:4 im zweiten Satz verletzt aufgeben. Keine Chance hatte die Studentin dann beim 8:21, 8:21 gegen die Vietnamesin Thi To Nguyen Pham, landete dann aber gegen Tserenchuluun Davaasuren aus der Mongolei. Mit einer wahren Energieleistung setzte sich Franziska Oberlies schließlich zum Abschluss der Vorrunde mit 21:19, 18:21, 21:19 gegen Suet Yan Huang aus Hongkong durch und zog in das WM-Halbfinale ein. Hier erwies sich die Chinesin Li Siwen beim klaren 6:21, 7:21 als eine Nummer zu groß. Im Spiel um Platz 3 unterlag Franziska Oberlies gegen die Französin Trang Nguyen mit 16:21, 13:21 und musste sich mit dem undankbaren vierten Rang begnügen.

Bei den Herren entschied Noah Wilke vom Cronenberger BC sein Auftaktmatch gegen Soloh Ramananarivo aus Madagaskar locker 21:1, 21:3. Ohne große Mühe löste er auch die zweite Herausforderung. Gegen den Finnen Pekka Marjamäki siegte er locker 21:2, 21:14, um sich dann zum Abschluss der Vorrunde dem Chinesen Yuatin Mai mit 8:21, 15:21 beugen zu müssen. Als Zweiter der Vorrunde schaltete der Wuppertaler schließlich im Viertelfinale den ungarischen Rekord-Europameister Gabor Toth mit 15:21, 21:18, 21:17 aus. Chancenlos war der Wuppertaler im Halbfinale beim 7:21, 9:21 gegen den turmhohen Favoriten, den Vietnamesen Phuoc Sang Ho. Im kleinen Finale gegen Hongkongs Topspieler Kevin Or schnupperte Noah Wilke lange am Edelmetall und hatte letztlich ganz unglücklich mit 23:25, 20:22 das Nachsehen.

“Auch wenn es knapp nicht zu einer Medaille gereicht hat, war dies ein Auftakt nach Maß”, so Zentarra, der an den kommenden WM-Tagen auf weitere Überraschungen seiner Schützlinge hofft.

Am zweiten WM-Tag steht am Donnerstag die Entscheidung im Mixed-Doppel an. Dabei treffen die Hasperin Lina Marie Kurenbach (TV Lipperode) und Christopher Zentarra (FFC Hagen) ab 8.30 Uhr in der Vorrunde zunächst auf China, Ungarn, Taiwan und Italien.

Werbeanzeigen