Städtisches Gesundheitsamt rät zur Vorsicht bei Schönheitseingriffen

Faltenunterspritzung oder Lippenaufspritzung: Schönheitseingriffe aller Art sind in den vergangenen Jahren zum Trend geworden. So steigt auch die Anzahl der missglückten Eingriffe. Der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen weist darauf hin, dass Eingriffe mit Injektionsnadeln grundsätzlich als sogenannte „Ausübung von Heilkunde“ gelten und ausschließlich von approbierten Ärzten, Ärztinnen oder Personen mit allgemeiner Heilpraktiker-Erlaubnis durchgeführt werden dürfen. Kosmetikerinnen und Kosmetikern ist diese Art der Eingriffe untersagt. 

Neu auf dem Schönheitsmarkt sind Hyaluron-Pens. Hierbei wird das Hyaluron mittels eines speziellen Geräts mit hoher Geschwindigkeit in die Haut „geschossen“. Geworben wird damit, dass dieser Eingriff ohne Schmerzen sowie ohne Nadeln erfolgt und die Lippen so aufgespritzt oder Falten unterspritzt werden können. Auch diese Eingriffe erfordern Fachkenntnisse, die in der ärztlichen und heilkundlichen Ausbildung erzielt werden und somit ebenfalls Kosmetikerinnen und Kosmetikerin untersagt sind.

Dr. Claudia Sommer, Leiterin des städtischen Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz, erläutert: „Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen hat unlängst klargestellt, dass auch die vermeintlich unblutige Alternative der Schönheitseingriffe mittels dieses Hyaluron-Pens in fachkundige Hände gehört. Ich rate daher dringend, sich vor jedem Schönheitseingriff zu vergewissern, ob die erforderliche Ausbildung für den Eingriff auch vorhanden ist. Nur so kann die Qualität der Schönheitsbehandlung sichergestellt und im Notfall auch in geeigneter Weise eingegriffen werden. Leider sind auf diesem lukrativen Gebiet mittlerweile viele Betrüger unterwegs.“

Fragen zu diesem Thema nimmt das städtische Gesundheitsamt unter E-Mail an gesundheitsamt@stadt-hagen.de entgegen.

Werbeanzeigen