Kunst- und Musikwelten in der Hellwegregion

Ein regionales Kulturprojekt gefördert vom Land NRW und der Kulturregion Hellweg

10 Jahre ESM – 200 Jahre Forellenquintett

Ensemble Europa

Sa. 24.08.2019 | 18 Uhr | Emil Schumacher Museum | Hagen
Emil Schumacher Museum | Museumsplatz 1-2 | 58095 Hagen
Eintritt: 18€, Buchhandlung am Rathaus 02331 – 32689
Reservierungen: booking@kulturverein-westfalen.de

Veranstalter: Förderverein Emil Schumacher Museum e.V. mit Unterstützung des

Kulturverein Westfalen e.V.

10 Jahre ESM – 200 Jahre Forellenquintett

Ensemble Europa

Weltberühmt ist das Lied „Die Forelle“ von Franz Schubert, weltberühmt ist auch das nach
diesem Lied benannte und von Schubert komponierte Klavierquintett „Das Forellenquintett“.
2019 feiert das „Forellenquintett“ 200. Geburtstag und das Ensemble Europa feiert diesen
Geburtstag mit einem hochkarätigen Kammermusikkonzert, in dem neben Franz Schubert
weitere Frühwerke von Gustav Mahler und Ludwig van Beethoven im Mittelpunkt stehen.
Die in diesem Konzert präsentierten Werke sind allesamt in den Jugendjahren der

Komponisten entstanden.

Gustav Mahlers Klavierquartettsatz in a-Moll ist das Frühwerk eines Sechzehnjährigen. Dass
der Sinfoniker Mahler überhaupt Kammermusik geschrieben hat, war schon zu seinen
Lebzeiten kaum bekannt. Das lag an seinem leichtsinnigen Umgang mit den Jugendwerken,
die schon 1896 weitgehend verloren waren. Darunter befanden sich mehrere preisgekrönte
Stücke, wie eine Violinsonate und zwei Klavierquintette. “Das Beste davon war ein
Klavierquartett”, berichtete Mahler selbst, “welches am Schluss der vierjährigen
Konservatoriumszeit entstand und das großes Gefallen erregte.” Dabei handelte es sich um
ein vollständiges viersätziges Klavierquartett, das ebenfalls verlorenging. Einzig erhalten ist
ein einzelner Allegrosatz zu einem Klavierquartett in a-Moll. Er ist ein einzigartiges
Dokument für Mahlers kammermusikalischen Stil und seine frühe Begabung.
Das Klavierquintett Es-Dur des jungen Beethoven wäre ohne Mozarts Vorbild nicht
entstanden und nimmt in Tonart, Besetzung und Aufbau unverkennbar auf das 12 Jahre
ältere Mozart-Quintett in Es-Dur Bezug. Die dreisätzige Konzertform deutet auf den
konzertanten Charakter des Quintetts hin, es kündigt sich bei Beethoven bereits der
Sinfoniker an, den nur noch drei Jahre von seiner Ersten Sinfonie trennten. Man spürt den
neuen Tonfall, den der junge Virtuose und Komponist Beethoven anschlug. Wo Mozart eine
Idealsynthese aus Belcanto, Klavierkonzert und Kammermusik gelang, setzt der junge
Beethoven schroffe Akzente: Sforzati, überraschende Modulationen, krasse
Dynamikwechsel. Streicher und Klavier treten einander wie die Klanggruppen eines
Sinfonieorchesters gegenüber, der Klaviersatz ist raumgreifend und kraftvoll.

Schuberts Forellenquintett wurde “auf besonderes Ersuchen” des k. und k. Beamten und
Amateur-Cellisten Sylvester Paumgartner komponiert, den Schubert 1819 in Steyr in
Oberösterreich kennengelernt hatte. Der heitere Tonfall der Forelle legte das ganze Quintett
auf eine Aura unbeschwerter Musizierfreude fest, zu der auch der lichte, helle Klang
beiträgt. Die Form zeigt den jungen Komponisten noch auf der Suche nach neuen Bahnen.
Schubert hat Paumgartners Auftrag mit einem Werk erfüllt, das zwischen Volksmusik, Salon

und Romantik die Brücke schlägt.

Vier erfahrene Kammermusiker, die sowohl gemeinsam als auch als Solisten tätig sind,

bilden das Ensemble Europa.

Die Mitglieder des Ensemble Europa kommen aus Kroatien und Deutschland und sind alle
angesehene Kammermusiker. Aus Opherdicke in der Hellwegregion dabei sind die Cellistin
Felicitas Stephan und der Kontrabassist Uli Bär, der das Ensemble als Gast unterstützen wird.
Das Ensemble Europa hat sich für das Festival „Celloherbst am Hellweg“ gegründet und
zeichnet sich aus durch eine grandiose Tongestaltung und eine fast außergewöhnlich zu
nennende Klanghomogenität – der gemeinsame Atem geht in keinem Takt verloren.
Seine Mitglieder verstehen sich als Botschafter für Europa, dessen Zusammenhalt ohne

Kunst und Kultur nicht denkbar ist.

Das Ensemble hat schon heute Engagements in den wichtigsten Metropolen Europas, die

bereits bis ins Beethovenjahr 2020 reichen.

Dragan Berekin Violine
Wladimir Kossjanenko, Viola
Felicitas Stephan, Violoncello
Vesna Podrug Klavier
als Gast: Uli Bär, Kontrabass (Opherdicke)

Foto © Peter Löning

Kunst- und Musikwelten in der Hellwegregion

Ein regionales Kulturprojekt gefördert vom Land NRW und der Kulturregion Hellweg
Faszinierend und beeindruckend – wie Perlen aufgereiht auf ihrer Schnur reihen sich
die Kunstorte entlang des Hellwegs: vom klassischen Kunstmuseum über das
Heimatmuseum bis hin zum Zentrum für Internationale Lichtkunst.

Musik und bildende Kunst verbindet eine lange Geschichte der gegenseitigen Faszination,
geprägt von der Inspiration. Erstmalig präsentieren sich über 20 unterschiedliche Kunstorte
der Hellwegregion gemeinsam und öffnen ihre Türen für Konzerte mit Klassik, Jazz und

Weltmusik.

Das Themen-Spektrum in den Kunstorten reicht über Alltagskultur, Kunstgeschichte,

Kunsthandwerk und moderne Kunst bis hin zur Lichtkunst.

Einheimische wie Gäste sind eingeladen, im Sommer und Herbst die Kunstorte unserer
Region kennenzulernen und sich bei einem Besuch auf eine spannende Spurensuche in die
Vergangenheit zu begeben, gleichzeitig aber auch kurzweilig und informativ Wissenswertes

über die Gegenwart und zu den Fragen unserer Zeit zu erfahren.

Seit jeher stehen Kunst und Musik in Bezug zu ihrer jeweiligen Zeit, lassen Rückschlüsse zu
auf den Alltag der Menschen und auf unser eigenes Leben. Machen Sie sich auf den Weg zu
Ausstellungen und Konzerten in den verschiedenen Kunstorten unserer interessanten
Hellwegregion und besuchen Sie attraktive Orte, an denen sich die Besucher wohlfühlen

können.

Werbeanzeigen