Claudia Middendorf besucht Haus St. Franziskus und spricht über aktuelle Entwicklungen in der Pflege

Hagen – Zu einem gegenseitigen Austausch über das Thema Pflege hatten sich Bernadette Rupa, Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Hagen, und Jan Günther, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Fleyer Viertel, die Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte Claudia Middendorf in das Haus St. Franziskus in Hagen eingeladen. Gemeinsam mit Vorstandsmitglied Anna Gockel, Claudia Heide, Fachbereichsleiterin Gesundheits- und Altenhilfe, Einrichtungsleiterin Martina Gante, Pflegedienstleiter Michael Warmeling sowie zwei Vertreterinnen des Heimbeirates wurde über die Themen Junge Pflege, generalistische Pflegeausbildung sowie die Entwicklung des Pflegesektors in den vergangenen Jahren diskutiert.

Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte und die Tradition des 1959 eröffneten Hauses, das aktuell 65 Menschen ein zu Hause gibt, lernte die Landesbeauftragte bei einem Rundgang die unterschiedlichen Bereiche des Pflegeheims St. Franziskus kennen. Dabei erhielt sie die Gelegenheit, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen und sich über die baulichen Veränderungen, insbesondere im Hinblick auf die Erweiterung der Zahl der Einzelzimmer, zu informieren. Durch den An- und Umbau des in den neunziger Jahren gebauten Gebäudes, entspricht das Haus dem neusten Stand der gesetzlichen Anforderungen. Darüber hinaus verfügt es neben einem neu angelegten Garten auch über zwei Bettenbalkone, die von den Bewohnerinnen und Bewohnern gerne angenommen werden. Ortsunionsvorsitzender Jan Günther, der auch im Landesvorstand der CDA sitzt, betonte, dass darüber hinaus die Umgebung der Pflegeheime gestaltet werden muss: „Für mich gehört dazu ein Tempo 30 Limit vor Senioreneinrichtungen sowie Ampeln oder Zebrastreifen.“

Im Rahmen des fachlichen Austauschs sahen alle Beteiligten eine große Chance in der generalistischen Pflegeausbildung. Durch die Zusammenlegung der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege könne auf den gestiegenen Stellenwert der Behandlungspflege und den Wandel der Altenpflege reagiert werden. Ebenso werde der Beruf aufgewertet und ein umfassendes pflegerisches Verständnis geschaffen. „Für Hagen müssen wir weiterhin an der Verbesserung des Busnetzes arbeiten. Auszubildende in der Pflege müssen auch ohne Auto ihre Arbeit erreichen können. Das Azubi-Ticket ist auch ein Auftrag an uns vor Ort!“, gibt Günther im Hinblick auf den Nachwuchsmangel zu bedenken.

Weiterhin wurde auf die strukturellen Veränderungen in der Altenpflege eingegangen. Während das Eintrittsalter der Bewohnerinnen und Bewohner in den Gründerjahren noch bei 65 Jahren gelegen habe, liege der Durchschnitt nun bereits bei 89,7 Jahren. 

Werbeanzeigen