Deutsche Federfußballer für WM in Frankreich gerüstet

(ktr) Die nunmehr zehnte Weltmeisterschaft wird zugleich zur bisher größten in der Federfußball-Geschichte. Vom 19. bis 25. August messen sich bei den Welttitelkämpfen im Centre Départemental de Formation et d’Animation Sportives du Val d’Oise im französischen Eaubonne nicht weniger als 17 Nationen. Erstmals mit dabei sind vor den Toren von Paris Spielerinnen und Spieler aus Algerien, Madagaskar, der Mongolei und Kanada. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch Indien, Macau, Hongkong, Taiwan, Vietnam, China, Ungarn, Österreich, Finnland, Italien, Belgien, Deutschland sowie der Auswahl des Gastgebers.

Vertreten die deutschen Farben bei der WM in Frankreich: (hinten v.l.) Christopher Zentarra, Noah Wilke, Torben Nass, Sven Walter, Philip Kühne, Philipp Münzner, (Mitte v.l.) Kathrin Schlomm, Franziska Schönfeld, Birgit Woermann, Lina Marie Kurenbach, Franziska Oberlies, (vorne v.l.) Urzula Schönfeld, Jan Hendrik Siewert, David Zentarra und Matthis Brandwitte. (Foto Michael Volmer)

„Wir haben uns intensiv vorbereitet und haben in der Breite sicherlich den stärksten Kader, der bislang die deutschen Farben bei einer WM vertreten hat“, gibt sich Bundestrainer David Zentarra (Hagen) optimistisch. Vor der Fahrt nach Frankreich absolviert das zwölfköpfige DFFB-Aufgebot am Samstag, 17. August, noch ein Abschlusstraining in der Käthe-Kollwitz-Sporthalle in Hagen.

Den Kern des deutschen Aufgebots bilden jene Akteure, die die deutschen Farben schon bei der letzten WM 2017 in Hongkong vertraten. Angeführt wird der DFFB-Kader von Rekordnationalspieler Sven Walter vom TV Lipperode, der bislang 146 Mal das DFFB-Trikot überstreifte. Der gebürtige Hagener soll bei der WM in der Mannschaft sowie im Doppel zusammen mit Philip Kühne (19 Länderspiele) von Flying Feet Haspe zum Einsatz kommen. 2017 hatte das Duo überraschend WM-Bronze gewonnen.

„Diesen Erfolg zu wiederholen, dürfte schwer werden, zumal  hinter den topgesetzten Vietnamesen und Chinesen mit Ungarn, Hongkong und uns mindestens drei Nationen etwa auf Augenhöhe sein dürften“, glaubt Zentarra, dass hier auch die Tagesform den Ausschlag geben könnte.

Im Herren-Einzel vertraut der Bundestrainer auf Noah Wilke (8 Länderspiele) vom Cronenberger BC. Der Wuppertaler soll zudem neben Walter und Kühne zusammen mit  Christopher Zentarra (FFC Hagen/30 Länderspiele), Torben Nass (Flying Feet Haspe/36 Länderspiele) und Philipp Münzner (TV Lipperode/45 Länderspiele) mit der Mannschaft um eine Medaille spielen.

Bei den Damen sollen neben den Neulingen Birgit Woermann vom TV Lipperode sowie Kathrin Schlomm vom FFC Hagen die „Stammkräfte“ Franziska Oberlies (TV Lipperode/12 Länderspiele), Lina Marie Kurenbach (TV Lipperode/21 Länderspiele), Franziska Schönfeld (Flying Feet Haspe/4 Länderspiele) sowie Tanja Schlette (TV Lipperode/35 Länderspiele) zum Einsatz kommen.

Im Einzel startet Franziska Obertlies; im Doppel geht die Hasperin zusammen mit Lina Marie Kurenbach ins Rennen. Letztere spielt zudem im Mixed-Doppel an der Seite von Christopher Zentarra. Betreut wird das DFFB-Team durch Ligawart Matthis Brandwitte (Münster) sowie die Hasper Urzula Schönfeld und Jan Hendrik Siewert.

„Es wäre natürlich schön, wenn wir wie bei den letzten drei Weltmeisterschaft wieder mindestens eine Medaille holen würden“, steckt David Zentarra vorsichtig den Erwartungshorizont ab, wohl wissend, dass dann alles passen müsste.

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