Mahnwache für Hiroshima und Nagasaki am 6. August von 16 – 18 Uhr

Mit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima am 6. August 1945 begann das Atomzeitalter.
Am 6. und 9. August jähren sich die Angriffe auf Hiroshima und Nagasaki zum 74. Mal. Über
100.000 Menschen starben sofort, in den folgenden Jahrzehnten noch viel mehr an den
Spätfolgen. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN wird am Dienstag, den 6. August, an die
schrecklichen Folgen des Einsatzes von Atomwaffen erinnern und zugleich vor einem neuen
atomaren Wettrüsten warnen. Die Mahnwache findet ab 16 Uhr am Friedenszeichen in der
Hohenzollernstraße statt.
Im August läuft der Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (INF-Vertrag) in
Mitteleuropa aus. Die USA hatten ihn einseitig gekündigt, Russland hat inzwischen
nachgezogen. Dieser Vertrag leitete eine Phase der Entspannungspolitik in Europa ein. Jetzt
besteht die Gefahr einer neuen atomaren Rüstungsspirale.
Scheinbar ist die Gefahr der atomaren Hochrüstung aus dem Blickfeld vieler Menschen
verschwunden. Dabei ist die Bedrohung nach wie vor groß. Weltweit lagern 16.000
Atomwaffen, davon befinden sich 1.800 Atomwaffen in höchster Einsatzbereitschaft.
Darüber hinaus steht ein neues atomares Wettrüsten vor der Tür: „Modernisierung“ und
„Lebenszeitverlängerung“ sind die verharmlosenden Tarnbegriffe für diese mörderische
Politik. Das Risiko von Unfällen, Cyberattacken, menschlichem Versagen und fehlerhaften
Warnsystemen ist untragbar. Jede Initiative zur Abschaffung von Atomwaffen muss
unterstützt werden.
Bundesweit finden über 60 Aktionen zum Hiroshima-Tag statt (unter Netzwerk
Friedenskooperative).

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