ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IN DER ANDACHTSHALLE DES KREMATORIUMS

GROPIUS ARCHITEKTONISCHES VORBILD
„Mein architektonisches Vorbild der Behrens’schen Arbeiten war namentlich das Krematorium in Hagen“, sagte der Bauhaus-Begründer Walter Gropius über das als Gesamtkunstwerk im Jugendstil von Peter Behrens zwischen 1905 und 1907 errichtete Gebäude. Der Künstler und Gestalter Peter Behrens war von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde. Das zwei Jahre später fertig gestellte Gebäude hob sich mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens’ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab. Bezug nehmend auf die Florentiner Kirche San Miniato al Monte vereinte Behrens die säkulare Funktion mit einer sakralen Atmosphäre. Ihm gelang es, der relativ kleinen Halle Monumentalität und so eine dem Anlass angemessene Atmosphäre zu verleihen. Dem Sakralbau hat Behrens eine streng geometrische Form gegeben. Das Gebäude erscheint sowohl stark entfernt von den Lineaturen des Jugendstils als auch von der funktionalen Sachlichkeit, zu der sich Behrens später bekannte. Das Gebäude wirkt in seiner strengen Monumentalität fast klassizistisch. Im Anschluss findet ein Rundgang zu den Prominentengräbern statt.
Verbindliche Anmeldungen zur Führung am Mittwoch, den 7. August, um 16.00 Uhr werden unter der Telefonnummer 207 2740 entgegen genommen. Es führt Dr. Elisabeth May. Für die Führung wird eine Teilnahmegebühr von 6 € erhoben, zehn Teilnehmer sind erforderlich.

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