Verdächtige Briefe an Journalisten versandt – Soko Rechts ermittelt

Gestern Mittag (3. Juli) erhielten zwei Dortmunder Journalisten 
verdächtige Briefe mit unter anderem einer unbekannten weißen 
Substanz.

   Einer der Briefe wurde von unbekannten Tätern an die 
Privatanschrift eines Journalisten, ein zweiter an das Dortmunder 
Studio des Westdeutschen Rundfunks im Mommsenweg versandt.

   Umgehend nach Bekanntwerden rückten an beiden Einsatzorten auch Spezialisten der Feuerwehr an. Nach einer ersten Überprüfung der Briefsendungen und Einschätzung der Feuerwehr handelt es sich um eine ungefährliche Substanz, vermutlich Backpulver.

   Die Sonderkommission Rechts der Dortmunder Polizei hat die 
Ermittlungen in beiden Fällen übernommen, da es Hinweise auf eine 
politisch motivierte Tat gibt. Beide Journalisten berichten seit 
längerem über die rechtsextremistische Szene in Dortmund. Beide sind bereits in der Vergangenheit Opfer von Bedrohungen geworden.

   „Freier Journalismus ist ein wesentlicher Bestandteil unserer 
Demokratie. Berichterstattungen durch Bedrohung von Journalisten zu beeinflussen oder gar zu verhindern, kommt einem Angriff auf die Werte der Demokratie gleich. Das nehmen wir nicht hin“, so die stellvertretende Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf. „Darüber hinaus setzen wir alles daran, die Hintergründe der Tat aufzuklären und die Freiheit des Journalismus zu gewährleisten. Demokratiefeinden treten wir entschlossen entgegen.“

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