Bauhaus in Hagen wirkt weit über die Stadtgrenzen hinaus

Bauhaus in Hagen – das Interesse an diesem Thema ist so groß, dass der Verbund „Hagener Impulse“ sein Angebot für das zweite Halbjahr deutlich erweiterte. Der Umfang des Programmheftes für Juli bis Dezember legte um stattliche 50 Prozent auf 94 Seiten zu, die Zahl der aufgeführten Veranstaltungen steigerte sich von rund 60 auf knapp 100.

Die Gründung des Bauhauses, der bedeutenden Hochschule für Gestaltung in Weimar im Jahr 1919, verdankt sich nicht zuletzt einem „Hagener Impuls“: der Freundschaft zwischen dem Bauhaus-Gründer Walter Gropius und dem Hagener Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus, dessen Empfehlung Gropius zu seiner Berufung nach Weimar verholfen hat.

Daher stellt sich in Hagen 2019 ein Aktionsbündnis aus Kulturschaffenden in die Tradition von Karl Ernst Osthaus, mittels kultureller Projekte in die Stadt hinein- und über Hagen hinauszuwirken. Unter dem Motto „Hagener Impulse“ hat dieser Verbund mit über 30 Partnern, in intensivem Austausch gemeinsam ein Bauhausjahr-Programm entwickelt, um das kulturgeschichtlich bedeutsame Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen in Hagen zu feiern: Ausstellungen und Publikationen, Führungen und Exkursionen, Theater, Musik und Film, Vorträge und Diskussionen, Forschung und Lehre, Theorie und Praxis in allen Sparten geben an unterschiedlichen Orten neue Impulse für die Stadt Hagen.

Der Bilanz des ersten Halbjahrs fällt angesichts des hohen Zuspruchs sehr positiv aus. Im Kunstquartier Hagen mit Osthaus Museum und Emil Schumacher Museum wurden bis Juni vier Ausstellungen gezeigt, zwei weitere Bauhaus-Ausstellungen folgen im zweiten Halbjahr. Es lässt sich konstatieren, dass der Wunsch nach Vermittlung der verschiedensten Bauhaus-Themen sehr groß ist. Beispielsweise musste die Anzahl der Führungen durch die erste Bauhaus-Ausstellung vervielfacht werden, einige Workshops mussten mehrfach angeboten werden, die Filmreihe, die Vorträge und auch die Führungen, bei denen die Baukultur in Hagen in den Blick genommen wird, haben gute Resonanz. Für einige der Exkursionen mussten Nachrückerlisten erstellt werden.

Das Bauhausjahr in Hagen steht auch im Zeichen der Kooperationen, die es beispielsweise mit der FernUniversität Hagen, der Fachhochschule Dortmund und dem Baukunstarchiv Dortmund gibt. Erfreulich ist zudem, dass im Verbund „Hagener Impulse“ Projektpartner sich zusammengefunden haben, um gemeinsam Programmreihen zu gestalten, wie das Programmkino „Babylon“ mit dem AIV Architekten- und Ingenieurverein. Darüber hinaus sind alle Freundeskreise der Museen als Veranstalter wie auch Unterstützer aktiv. Einer Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung verdankt sich die Uraufführung einer Komposition zu Werken von Bauhauskünstlern aus der Sammlung des Osthaus Museums. Unter den Sponsoren muss vor allem die Sparkassenstiftung für Hagen hervorgehoben werden, deren Förderung die Edition der Briefe zwischen Osthaus und Gropius ermöglicht.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz (2.v.re.) freut sich mit den Mitgliedern der „Hagener Impulse“ und den Unterstützern über das deutlich erweiterte Angebot für das zweite Halbjahr. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)
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