Trafostation brannte am Semberg – Gefährlicher Einsatz für die Feuerwehr aufgrund von Hochspannung

Herdecke | Eine explodierte und brennende Trafostation wurde
am Dienstag um 17:08 Uhr von mehreren Anrufern aus der Straße „Zum Nordhang“ gemeldet.

   Bei Eintreffen des Löschzuges wurde der Einsatzleiter von einem 
Anrufer vorbildlich eingewiesen. Es hatte in einer 10 KV Trafostation einen heftigen Knall gekommen. Danach wurden Flammen und Brandrauch aus dem Trafo wahrgenommen. Die Feuerwehr stellte Ruß und eine leichte Verrauchung am Trafo fest. In dem Einsatzgebiet herrschte kompletter Stromausfall. Es wurde eingehend – aber mit Abstand – mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

   Da es sich um eine Hochspannungsanlage handelte, musste die 
Feuerwehr standardmäßig und im Hinblick der Eigengefährdung zunächst auf das Eintreffen des Energieversorgers warten. Dieser muss zunächst – vor Arbeiten der Feuerwehr – die Anlage spannungsfrei schalten. Die Einsatzstelle wurde zunächst durch die Feuerwehr gesichert.

   Im Verlauf nahm die Rauchentwicklung aus dem Trafo zu. Es wurden zwei Rohre zur Kühlung der Umgebung (Bäume, Gebäude) vorgenommen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste Atemschutz getragen werden. Bürger wurden vorsorglich aufgefordert in ihren Gebäuden zu gehen und dort zu verbleiben. Eine Ausbreitung konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

   Nach der Freischaltung und Freigabe durch den Energieversorger 
wurde die Trafostation geöffnet. Der Mittelbrand wurde mit 2 C-Rohren gelöscht. Es wurden drei Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Dies war aufgrund der heißen Temperaturen für die Einsatzkräfte sehr anstrengend und kräftezehrend.

   Aufgrund des länger andauernden Stromausfalles in den Gebieten 
Semberg und Loerfeld wurde die Bevölkerung über mehrere Medien (u.a. Warnapp Nina) informiert. Die Abstimmung mit dem Energieversorger war sehr konstruktiv. Die Feuerwehr empfiehlt in diesem Zusammenhang allen Bürgerinnen und Bürgern sich diese Warnapp Nina herunter zu laden.

   Der Grundschutz des Stadtgebietes wurde an der Feuerwache 
sichergestellt.

   Die Feuerwehr dankt den Anwohnern für die Gestellung von Getränken und auch Eis.

   Ein Löschzug war zwei Stunden im Einsatz. Die Polizei war vor Ort 
und unterstützte die Maßnahmen. Die Straßen Am Semberg und Zum Nordhang mussten komplett gesperrt werden.

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