Los geht’s: Spatenstich auf dem Wilhelmsplatz in Wehringhausen

Startschuss für die Neugestaltung des Wilhelmsplatzes in Hagen-Wehringhausen: Nach den ersten vorbereitenden Baumaßnahmen im Juli 2018 haben Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Baudezernent Henning Keune, Bezirksbürgermeister Ralf Quardt, Kerstin Schneider, Straßenplanerin bei der Stadt Hagen, Georg Skouras, Bauleiter beim Wirtschaftsbetrieb Hagen, sowie Vertreter des Quartiersmanagements Wehringhausen und die Baupaten des Bauprojektes heute den ersten Spatenstich gesetzt.

Für die Neugestaltung des Wilhelmsplatzes wurden im Vorfeld die Anforderungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger ermittelt, um diese Gestaltungsansätze in verschiedene Funktionsbereiche wie Stellplatzanordnung, Platzgestaltung und Ladenzeile zu gliedern. Dabei spielt neben der Vorgabe der zur Verfügung stehenden Stellplätze auch die Barrierefreiheit eine große Rolle. In der Neugestaltung werden zwei Bereiche durch Treppenanlagen gebildet, sodass bespielbarer und nutzbarer Raum geschaffen wird. Zudem enthalten die Treppenanlagen Sitzstufen. 

Konkret entstehen auf dem Wilhelmsplatz ein Boulefeld (12 Meter mal 4 Meter), ein Fontänenfeld, Sitzsteine und hochwertige Stadtspielgeräte wie das interaktive Spielgerät „Living Animal“. Über den Platz verteilen sich mehrere Sitzbänke. Ebenso findet der Markt- und Schaustellerbetrieb auch nach der Neugestaltung auf dem Platz statt. 

Die Stellplätze entlang der Kottmann- und Bismarckstraße ordnen sich L-förmig an, rahmen den Wilhelmsplatz ein und werden durch Bäume mit bepflanzten Baumscheiben optisch vom Platz getrennt. Außerdem sind Elektroladestationen für Fahrräder und Autos vorgesehen. Im Bereich des Café Europa entstehen zwei Behindertenstellplätze sowie ein Taxistellplatz. Am Café-Gebäude gibt es künftig eine neue barrierefreie WC-Anlage. Auch der Eingangsbereich der Sparkasse wird durch eine Rampenanlage barrierefrei. 

Die zentrale Einkaufsstraße Wehringhausens, die Lange Straße, wird zu einem verkehrsberuhigten Bereich. Dort entstehen neue barrierefreien Haltestellen, die einen komfortableren Einstieg ermöglicht. Diese werden künftig an ein Blindenleitsystem angeschlossen, das auch um den Platz zum unteren Wehringhausen führt und die einzelnen Ebenen barrierefrei erreichbar macht. 

Der Wilhelmsplatz, die Stellplätze sowie die Kottmann- und Bismarckstraße werden gepflastert und unterscheiden sich alleine durch verschiedene Verlegemuster. Die Lange Straße wird aufgrund des Verkehrsaufkommens durch Personenkraftwagen und Öffentlicher Personennahverkehr asphaltiert. Die planmäßige Bauzeit beträgt circa elf Monate, die Kosten belaufen sich insgesamt auf etwa 1,7 Millionen Euro. 

Bei der “ Neugestaltung Wilhelmsplatz“ handelt es sich um eine Maßnahme, welche im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) von der Stadt- und Regionalplanung als Maßnahme des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ bereits im Jahr 2008 erarbeitet wurde. Das IHK diente als Grundlage um im weiteren Verlauf mit einer Bürgerbeteiligung den Masterplan Verkehr, Freiräume sowie ein Spielraumkonzept für Hagen-Wehringhausen aufzustellen.  Zur Erarbeitung eines Masterplans fanden von Herbst 2014 bis Februar 2015 Akteursgespräche mit der Politik, Verwaltung sowie verschiedenen Interessensgemeinschaften statt. Ebenso konnten sich Bürgerinnen und Bürger an einer Planungswerkstatt beteiligen. Mit Beauftragung der nts-Ingenieursgesellschaft im Juli 2016 wurden unter Berücksichtigung aller Ergebnisse unterschiedliche Varianten für den Wilhelmsplatz entwickelt, die dem Lenkungskreis zur Abstimmung vorgestellt wurden. Ein daraus resultierender Entwurf diente als Grundlage, um im November 2016 den Förderantrag für die Neugestaltung stellen zu können.

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