Hagener Medizinforum im Juni: Der unklare Knieschmerz

Hagen – | Jeder Mensch hat schon mal etwas von einem Meniskusriss gehört. Aber wer kennt schon ein Plicasyndrom oder ein Kniescheibenspitzensyndrom? Knieschmerzen sind sehr häufig, die Ursachen dafür aber auch genauso vielfältig. Welche Arten von Knieschmerzen es gibt, wie man sie erkennen, behandeln und wie man ihnen vorbeugen kann, erklärt Dr. med. Bernd Stuckmann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie am Agaplesion Allgemeinen Krankenhaus Hagen, in der Juniausgabe des Hagener Medizinforums. Los geht es am Donnerstag, 06. Juni 2019, wie immer um 17:00 Uhr in der Personalcafeteria (Haus 4, E0) an der Grünstraße. Das Kniegelenk ist nicht nur das größte Gelenk im menschlichen Körper, sondern auch das bei Gelenkschmerzen am häufigsten betroffene. Dabei nimmt die Anzahl der Knieschmerzpatienten im Alter zu; Frauen sind mit rund 30 Prozent etwas häufiger betroffen als Männer (25%). „Zur Differenzierung der Ursache des Knieschmerzes bedarf es aber immer der exakten Untersuchung eines Kniespezialisten“, betont Dr. med. Bernd Stuckmann. Dabei steht erst einmal die genaue Erhebung der individuellen Krankengeschichte im Vordergrund und die Beantwortung von Fragen wie: Gab es Verletzungen oder chronische Überlastungen? Sind entzündliche Erkrankungen bekannt oder gab es schon Voroperationen? „Zudem untersuchen wir zunächst nicht nur das betroffene Gelenk, sondern das gesamte Bein, denn auch Probleme beispielsweise des Hüftgelenkes können Knieschmerzen verursachen“, erklärt der Hagener Experte weiter. Auch Bandinstabilitäten, Arthrose, Meniskusläsionen, entzündliche Ursachen und Fehlstellungen kommen als Ursache infrage. Um ihnen auf die Spur zu kommen, setzen die Orthopäden am AKH zielgerichtet auch Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie oder eine Punktion zur Untersuchung des Kniegelenksergusses ein. „Daran schließt sich dann immer eine zielgerichtete Behandlung an“, erklärt Dr. med. Bernd Stuckmann weiter. Dabei ist das Therapiespektrum ebenfalls breit gefächert und reicht von Medikamenten, Physiotherapie bis hin zu operativen Eingriffen, die aber in aller Regel arthroskopisch, das heißt durch eine minimalinvasive Kniegelenksspiegelung durchgeführt werden. Aber auch offene Operationen, Umstellungsoperationen und Knieprothesen sind ebenfalls Thema des Vortrages. Im Anschluss daran beantwortet Dr. Stuckmann zudem gerne alle Fragen der Besucher.

Die Veranstaltungsreihe wird am Donnerstag, 13. Juni 2019, mit einer Spezial-Ausgabe fortgesetzt. Dann spricht die Hagener Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Anna Maria Göbel über „Neuerungen in der Patientenverfügung“. Ihr zur Seite steht Prof. Dr. med. Wolfgang Timmermann, Ärztlicher Direktor des Agaplesion

Allgemeinen Krankenhauses Hagen, der für Fragen hinsichtlich medizinischer Aspekte zur Verfügung steht. Einen besonderen Service bietet das AKH weiterhin all denjenigen an, die gerne regelmäßig über die einzelnen Veranstaltungen informiert werden möchten: Wer sich diesbezüglich unter maren.esser@agaplesion.de oder T (02331) 201 2066 (an-)meldet, erhält immer rechtzeitig eine persönliche Einladung zu den Veranstaltungen nach Wunsch entweder postalisch oder per E-Mail. Auch dieser Service ist kostenlos.

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