Hagen ist BUNT präsentiert ein weiteres Mitmach-Projekt zur Integration

Das Soziale RadWerk: Kennenlernen beim gemeinsamen Schrauben

Haspe. Mit einem weiteren Projekt präsentiert sich der Verein Hagen ist BUNT (HiB) ab sofort in Haspe: Das SOZIALE RadWerk von Manfred Theisen (links) und seinen Mitstreitern vereint gleich mehrere Gedanken: Hilfe zur Selbsthilfe, Integration, sinnvolle Freizeitbeschäftigung und Nachhaltigkeit. „Wir sammeln ausrangierte Fahrräder, die wir gespendet bekommen und reparieren sie gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die rund um den Hüttenplatz oder in einer Flüchtlingsunterkunft wohnen“,  erklärt Manfred Theisen, der die Idee zu diesem Projekt schon vor längerem hatte. In dem von der GWG Hagen zur Verfügung gestellten Ladenlokal am Hüttenplatz 64 hat er nun eine kleine Werkstatt eingerichtet. Das Besondere: „Jeder, der mitschraubt, darf das Fahrrad anschließend behalten“, erklärt Manfred Theisen. Im RadWerk-Team engagieren sich neben dem pensionierten Baustoff-Experten schon jetzt ehrenamtlich Dietmar Stein (Mitte), Sigi Schlawin (fehlt im Bild) und Amrobek Taibov (2.v.r.) aus Tadschikistan; aus dem benachbarten Sozialen Küchenstudio kamen jetzt Khaled Alsuki aus Syrien und die Hib-Vorsitzende Nicole Schneidmüller-Gaiser mit Handzetteln und einem Werbe-Banner als Willkommensgeschenk vorbei.

„In unseren Projekten geht es ja vor allem ums miteinander Tun von Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Religion“, erläutert die HiB-Vorsitzende die Motivation des Vereins für praxisorientierte Angebote. Auch im Sozialen Küchenstudio arbeiten Deutsche und Neubürger Hand in Hand und helfen gemeinsam Menschen, die sich gerade neu einrichten müssen. Den Ansatz kann Manfred Theisen nur bestätigen: „Beim gemeinsamen Schrauben lernt man sich kennen und verstehen – selbst ohne gemeinsame Sprache.“ Das Mitmach-Projekt soll ausdrücklich nicht in Konkurrenz zum heimischen Handel stehen: „Wer einfach nur  sein Fahrrad reparieren lassen möchte, ist in einer Fahrradwerkstatt besser aufgehoben“, betont Manfred Theisen und fügt schmunzelnd hinzu. „Bei uns bekommt man eher einen Schraubenzieher geliehen und kann dann unter Anleitung selber Hand anlegen.“

Das Soziale RadWerk hat zunächst an zwei Tagen in der Woche, mittwochs und donnerstags, zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet.  Wer das Angebot mit einer Fahrradspende, Material oder auch durch seine Mitarbeit unterstützen möchte, kann sich telefonisch bei Manfred Theisen unter der Rufnummer 0176 / 47 51 53 89 melden.