Vortrag mit Andreas Kemper über „Die Furchtbürger“

Zu einem Vortrag von Andreas Kemper zum Thema „Die Furchtbürger kurz vor der Europawahl – wie tickt die AfD?“ laden die Volkshochschule Hagen (VHS), Arbeit und Leben Berg-Mark, der Deutsche Gewerkschaftsbund und das Kulturzentrum Pelmke im Rahmen der politischen Veranstaltungsreihe „Gegen den Strom“ am Mittwoch, 15. Mai, um 19 Uhr in das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein.



Die AfD macht sich selber Mut: Mut zu Deutschland und Mut zur „Wahrheit“. Sie ist angetrieben von einer „Furcht vor der Freiheit“; mit diesem Titel hatte Erich Fromm bereits in den 1940er-Jahren das kleinbürgerliche Milieu untersucht, aus dem sich die NSDAP rekrutierte. Furcht haben diese „Mutbürger“ jedoch nicht nur vor der Freiheit der Sexualität und offener Grenzen, sondern vor allem auch vor der Gleichheit, dem Verlust eigener Privilegien. Entsprechend entwickeln diese Milieus Abwehrstrategien und basteln an politischen Netzwerken Gleichgesinnter.

Der Publizist und Soziologe Andreas Kemper schrieb bereits 2013 über die politischen Strömungen innerhalb der AfD. In der Veranstaltung stellt er sein neues Buch „Die Furchtbürger“ vor, das die Netzwerke, Kampagnen und Ideologien des Furchtbürgertums untersucht. Welche Verbindungen bestehen zwischen den Pegida-Demonstrationen und den „Demos für alle“? Aus welchen Klassenfraktionen rekrutiert sich das Furchtbürgertum? Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

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