CDU-Fraktion will Klarheit für Gymnasien

Fraktion verzichtet auf Klage gegen Regierungspräsidium Arnsberg

Der Vorstand der CDU-Ratsfraktion Hagen wird nicht juristisch gegen die Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg zur einmaligen Mehrklassenbildung am Albrecht-Dürer-Gymnasium (AD) vorgehen. Das macht der Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Ramrath deutlich: „Wir wollen Schülern, Eltern und Lehrerkräften jetzt Planungssicherheit geben, statt die Bildung der Eingangsklassen an den Gymnasien weiter zu verzögern. Natürlich sind wir über die Entscheidung nicht glücklich. Aber weitere Verzögerungen auf dem Klageweg bringen andere Ungerechtigkeiten und Unwägbarkeiten mit sich, unter denen alle Beteiligten leiden würden.“ Statt auf rechtliche Scharmützel setzt Dr. Ramrath deshalb auf einen konstruktiven Dialog mit dem Regierungspräsidenten. „Dieser wurde uns ausdrücklich in Aussicht gestellt!“

Der CDU-Sprecher im Schulausschuss und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Thomas Walter will die Profilbildung von Schulen auch im Ausschuss noch einmal in den Vordergrund rücken. „Die Diskussion um das AD als ist ein belebender Impuls, um über Hagens Schullandschaft neu nachzudenken. Uns zeigt der Vorgang, dass es sich für Schulen lohnt, ein bewusstes Selbstbild und eine konkrete Perspektive für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Deshalb wollen wir die Gymnasien im Rahmen der Schulentwicklungsplanung weiter dazu ermuntern. Die Profilbildung wollen wir zum integralen Bestandteil des künftigen Schulentwicklungsplans aufwerten. Dazu werden wir einen entsprechenden Antrag einbringen. Jede Landesregierung, egal welcher politischer Couleur, hat die Schulen zur Profilbildung ausdrücklich aufgefordert. Wenn die Kinder immer individueller werden, dann muss das Bildungssystem auch darauf reagieren.“

Insgesamt zieht Fraktions-Chef Dr. Stephan Ramrath deshalb eine positive Bilanz: „Kurzfristig haben wir zwar nicht erreicht, was wir angestrebt haben. Aber der Fall AD hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, die für die Hagener Schullandschaft nur befruchtend sein kann! Darüber hinaus hat die Schule mit ihrer Beharrlichkeit und Fairness eine Menge Pluspunkte bei künftigen Schüler-Jahrgängen gesammelt.“

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