SPD und Grüne fordern eine sofortige Beendigung im Schulstreit

Hagen. Die Fraktionen von SPD und Grünen im Rat der Stadt Hagen fordern insbesondere die Kolleginnen und Kollegen von CDU und FDP dazu auf, das unwürdige Gezerre um die Eingangsklassenregelung am Albrecht-Dürer-Gymnasium jetzt umgehend zu beenden.

„Es kann und darf doch nicht sein, dass nach der klaren schulorganisatorischen Ablehnung einer 3. Eingangsklasse durch die Bezirksregierung noch Stimmen laut werden, die eine gerichtliche Auseinandersetzung fordern“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Rudel. Die Hängepartie für alle Eltern, die in Hagen ihre Kinder an Gymnasien angemeldet haben, dürfe nicht noch weiter in die Länge gezogen werden.

Die Hagener Schulverwaltung habe sowohl den Schulausschuss als auch den Rat davor gewarnt, hier einer Ausnahmegenehmigung zuzustimmen, erinnert Nicole Pfefferer, Sprecherin der FraktionBündnis 90/Die Grünen, an den Beginn der Auseinandersetzung. Sowohl SPD als auch die Grünen hätten zudem deutlich gemacht, dass mit diesem Schritt der Schulfrieden gefährdet wird. Mit Recht, wie jetzt die Schulaufsicht bestätigt. „Arnsberg hat sich zwar etwas Zeit gelassen, dafür aber eine fundierte und von Hagener Sachkenntnis zeugende Begründung geliefert“, so Claus Rudel. „Ihrem Antrag auf Zustimmung zur Bildung einer zusätzlichen Eingangsklasse am Albrecht-Dürer-Gymnasium über den rechtlich vorgesehenen Kapazitätsrahmen hinaus wird nicht entsprochen“, heißt es gleich zu Beginn des Briefes an OB Schulz.

Anschließend folgen sieben Seiten Begründung für die Ablehnung, unterlegt mit Erlass- und Gesetzesregelungen sowie bereits ergangenen Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes. „Wer jetzt weiterhin mit dem Kopf durch die Wand will, der hat jeglichen Bezug zur Realität und vor allem zum geordneten und freundschaftlichen Miteinander der Gymnasien in unserer Stadt verloren“, warnt Dr. Friedrich-Wilhelm Geiersbach, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, vor unbedachten Schritten. All diejenigen im Rat, die sich mit ihrer Stimme für eine Ausnahmegenehmigung am AD ausgesprochen haben müssten nun endlich akzeptieren, dass sie mit dieser Gefälligkeit für einige Schüler und Eltern ein geordnetes und funktionierendes Schulsystem ins Wanken gebracht haben. Es sei daher an der Zeit, so der Appell von Claus Rudel und Nicole Pfefferer, mit einem dicken Schlussstrich für Ruhe im der Hagener Schullandschaft zu sorgen.