KUNSTTREFF

Am Donnerstag, den 9. Mai findet von 14.30 bis 16.30 Uhr der Kunsttreff zum Thema „Heinrich Brocksieper statt.

Ein Hagener am Bauhaus – Die Stofflichkeit der Dinge“ statt. Einer der ersten Studierenden am Bauhaus in Weimar, vom Wintersemester 1919 bis 1922, war der in Hagen geborene Maler Heinrich Brocksieper. Anregung hatte er u.a. in der Ausstellung mit Werken von Lyonel Feininger-Ausstellung im Hagener Folkwang-Museum gehalten. Später arbeitete er als Student in der Druckerei im Bauhaus, die von Feininger geleitet wurde. Nach dem Studium unterhielt er einen intensiven Kontakt zum Bauhaus und reiste wiederholt nach Weimar, Dessau und Berlin. Ab 1927 befasste Brocksieper sich verstärkt mit Fotografie und experimentellem Film.
Nach 1945 nahm er die künstlerische Tätigkeit neu auf. Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Porträts und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit waren sein zentrales Thema. Für Emil Schumacher war während des Dritten Reichs der 14 Jahre ältere Künstler ein wichtiger Freund und Gesprächspartner. Die Beziehung von Heinrich Brocksieper und Emil Schumacher mit Blick auf das Werk des Bauhaus-Schülers lädt bei diesem Kunsttreff zum Diskurs ein.
Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet in regelmäßigen Abständen donnerstags im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person. Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt – zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Anmeldungen für die Veranstaltung werden unter der Telefonnummer 02331 207 2740 entgegengenommen.

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