PLÄTZE FREI – KUNSTTREFF

Am Donnerstag, den 18. April findet im Kunstquartier der Kunsttreff von 14.30 bis 16.30 Uhr statt mit dem Thema „Johannes Heisig – Klimawechsel“.

Mit 120 Werken wird das Schaffen des Künstlers Johannes Heisig in der Ausstellung im Osthaus Museum gewürdigt. Seine motivische Vielfalt kennt keine Grenzen; sie reicht von der deutsch-deutschen Geschichte und popkulturellen Themen – überwiegend geprägt durch seine eigene Biografie und das Leben in Berlin – bis hin zu klassischen (Stadt-)Landschaften, Stillleben und Porträts, darunter die zahlreicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Doch auch wenn Heisig dieser Vielfalt in seiner unverkennbaren und ausdrucksstarken künstlerischen Handschrift treu bleibt, lassen sich in seinen zuletzt entstandenen Werken auch erste Anklänge an seine neue Umgebung ausmachen. Besonders in seinen letzten Schaffensjahren scheint er mehr und mehr zurück zum Ursprung des Malens zu kehren, zur existenziellen Hinterfragung des Lebens und des eigenen Ichs. Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk des Künstlers, wird bei diesem Kunsttreff auch ein Fokus auf die verwendeten Materialien gelegt. Einen weiteren Aspekt wird die künstlerische Reflektion von Heisig auf die Umwelt bilden.
Am Donnerstag, den 25. Mai findet ein Kunsttreff zum Thema „Zwischen Bauhaus und Diktatur – Die zwanziger Jahre in Hagen“ statt. Die Ausstellung belegt den Einfluss und die Tradition des Bauhauses in der Stadt von Karl Ernst Osthaus. Fotografien, Pläne, Dokumente und Objekte aus den reichen Beständen des Stadtarchivs und Stadtmuseums ermöglichen Einblicke in die Gesellschaft, Kultur, Stadtplanung und Politik der Revolutionszeit 1918-1920 sowie der Weimarer Republik in Hagen. Sie dokumentieren die Not und das Elend der Krisen- und Inflationsjahre und die politischen Auseinandersetzungen sowie den kurzzeitigen Aufschwung, der sich vor allem auch in der Überlieferung zur Standplanung und Architektur widerspiegelt. Ein überregional herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau ist die „Cuno Siedlung“ im Stadtteil Wehringhausen. Sie greift allein schon äußerlich die Architektur und Gestaltung des Bauhauses auf. Die in Hagen während der Zwanziger Jahre entstandenen Konzepte zum sozialen Wohnungsbau und zur Stadtgestalt orientierten sich an den Inhalten des Bauhauses. Im Rahmen des Kunsttreffs wird ein intensiver Einblick in die Stadtgeschichte Hagens geboten, der nicht nur für Hagener eine neue Sicht auf ihre Heimat bringt.
Beim Kunsttreff begegnen sich kunst- und kulturinteressierte Erwachsene. Er findet in regelmäßigen Abständen donnerstags im Kunstquartier statt und kostet 9 Euro pro Person. Nach einer Einführung steht das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mittelpunkt – zusammen werden die Bilder betrachtet und erforscht. Dazu sind keine Vorkenntnisse erforderlich, nur die Lust am Schauen und am gemeinsamen Gespräch. Anmeldungen für die Veranstaltung werden unter der Telefonnummer 02331 207 2740 entgegengenommen.

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