polizei: Vorsicht vor Fake-Accounts

Altena/Märkischer Kreis | Eine Altenaerin wunderte sich am
Mittwoch über eine Mitteilung von Facebook, dass auf ihren Namen ein weiterer Account erstellt worden sei. Als sie nachschaute, entdeckte sie, dass sie inzwischen angeblich sogar drei weitere Konten besitzt. Auf allen Profilen erblickte sie ihren Kopf mit unterschiedlichen Varianten ihres Vornamens. Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs und Ausspähens von Daten.

Ein Scherz wäre noch die harmloseste Erklärung. Oft stecken
Betrüger hinter solchen kopierten Profilen. Der Betrug läuft in
mehreren Stufen und richtet sich weniger gegen den ursprünglichen Facebook-Nutzer, als vielmehr gegen seine Freunde.

   Stufe 1: Anlegen eines Profils unter demselben oder leicht
variierten Namen (Wilhelm/Willi/Willy). Dann beginnt der Betrüger, Inhalte aus dem Original-Profil zu kopieren.

   Stufe 2: Der Betrüger lädt die echten Freunde ein. Wer keinen
genauen Überblick über seine Freundesliste hat, der akzeptiert
schnell ungeprüft die neue Anfrage.

   Stufe 3: Der Betrüger fragt unter einem Vorwand die gewonnenen Freunde nach ihrer Telefonnummer.

   Stufe 4: Der Betrüger nutzt die Handynummern für Bezahlvorgänge. Viele Opfer geben dann noch die per SMS verschickte PIN-Nummer an den angeblichen Freund weiter – und schon steigt die Telefonrechnung in astronomische Höhen.

   Was man dagegen tun kann? Geben Sie Ihre Handynummer nicht per Facebook-Message weiter. Prüfen Sie jede Freundschafts-Anfrage genau!


Wer seine Handynummer nicht für Bezahldienste nutzt, sollte eine
Drittanbieter-Sperre einrichten. Das lässt sich telefonisch beim
Provider oder im Kunden-Center des Telefonanbieters einrichten.
Falsche Profile sollten Facebook gemeldet werden! Die eigenen Freunde auf Eurem Profil vor dem Betrugsversuch warnen! Vorbeugend: Möglichst wenige private Informationen öffentlich einsehbar machen.

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