Verdacht eines Sexualdeliktes: Falscher Pfleger entkleidet und wäscht Altenheim-Bewohnerinnen

Schwerte | Am 30.03.2019 hat ein bisher unbekannter Mann ein
Pflegeheim in Schwerte betreten und dort zwischen 7.15 Uhr und 8 Uhr mindestens drei Zimmer von Bewohnerinnen aufgesucht.

Er erweckte bei den Bewohnerinnen den Eindruck eines Pflegers,
wurde aber teilweise des Zimmers verweisen. In zwei bisher bekannten Fällen näherte er sich den Bewohnerinnen dahingehend, dass er sie entkleidete oder wusch. Hinweise auf eine Vergewaltigung haben sich in den anschließenden Untersuchungen nicht ergeben.

   Als der Tatverdächtige von einer Pflegerin entdeckt wurde,
flüchtete er unerkannt aus dem Pflegeheim. Der Mann soll etwa 30 bis 40 Jahre alt, ungefähr 170 groß und schlank gewesen sein. Er wird mit südländischem/nordafrikanischem Aussehen beschrieben und soll schwarze, fettige Haare und einen Drei-Tage-Bart gehabt haben.

   Im Rahmen der kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurde ein
Phantombild des Tatverdächtigen vom 30.03.2019 erstellt.

Hier gehts zum Phantiombild (klick)

   Die Heimaufsicht des Kreises Unna informierte in Absprache mit der Polizei die Alten- und Pflegheime im Kreis Unna sowie die
Bezirksregierung Arnsberg zwecks Information umliegender Heime.

   Am heutigen Tage (05.04.2019) wurde in einem weiteren Pflegeheim in Schwerte ein unbekannter, dunkelhäutiger Mann vom Pflegepersonal in einem Zimmer, in dem sich keine weitere Person aufhielt, angetroffen.

Ein unbekannter Tatverdächtige verschaffte sich in den Morgenstunden Zugang zum Altenheim und betrat mindestens drei Zimmer von den geschädigten Bewohnerinnen um sie angeblich waschen zu wollen. Die erste Bewohnerin konnte nur aufgrund mehrerer energischer Ansagen einen Übergriff in ihrer Räumlichkeit verhindern.

Im zweiten Zimmer verschloss der unbekannte Tatverdächtige die Zimmertür und fragte die Bewohnerin, ob sie nun duschen wolle. Aus Unkenntnis über die Funktion des Mannes ging sie mit ihm ins Badezimmer, entkleidete sich und ließ sich von ihm komplett waschen. Als der Tatverdächtige anfing sie zu massieren, brach sie den Duschvorgang ab und teilte dem Mann mit, dass er gehen soll, was dieser dann auch tat.

Danach begab er sich vermutlich in das dritte Zimmer, wo er auch die Tür verschloss. Durch eine Pflegekraft wurde im Rahmen einer Kontrolle festgestellt, dass die Tür verschlossen war, was aufgrund der Bettlägerigkeit der Bewohnerin nicht sein konnte. Nach Betreten des Zimmers mit ihrem eigenen Schlüssel bemerkte sie die Bewohnerin mit heruntergezogener Vorlage im Bett und vernahm Geräusche aus dem Badezimmer. Bei Betreten des Badezimmers wurde sie durch einen unbekannten männlichen Tatverdächtigen zur Seite gedrückt. Der Tatverdächtige sagte „Will gehen, will gehen“ und verließ die Station. Im Rahmen der Nachschau konnte er im Gebäude nicht mehr angetroffen werden.

Er wurde durch das sensibilisierte Personal angesprochen und flüchtete umgehend unerkannt.

   Die Person wird als dunkelhäutig, etwa 160 cm groß mit schwarzen Haaren beschrieben.

   Ob es sich hierbei um den Tatverdächtigen vom 30.03.2019 handelt, kann derzeit weder ausgeschlossen noch bestätigt werden.

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