Tristan und Isolde Oper von Richard Wagner

Die nächste Premiere im Großen Haus des Theaters Hagen findet am Sonntag, 7. April 2019 um 15.00 Uhr statt. Auf dem Programm steht die Neuinszenierung der Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner.

Es ist eine der ältesten Ehebruchsgeschichten des Abendlandes: Die Liebe von Tristan und Isolde, die mit König Marke verheiratet wurde, für den Tristan persönlich auch noch den Brautwerber spielte – eine im wahrsten Sinne des Wortes unendliche Liebe, ausgelöst von einem Zaubertrank.

Wagner hat die aus irdischer Sicht tragische Liebe von Tristan und Isolde wort- und klanggewaltig in fast vier Stunden Musik gesetzt, die uns – überlassen wir uns ihrer Sogwirkung – unweigerlich zum Mitfühlen mit dem Liebespaar zwingt. Die Bedeutung der vielen gesungenen Worte scheint dann allerdings eher der Verschleierung dessen zu dienen, was die von Gesang und Orchester produzierten Klänge oft ganz unmissverständlich zum Ausdruck bringen. Nur im Liebesvollzug im zweiten Akt, bei der von der Nacht verborgenen Begegnung der Liebenden, scheint das Aneinander-Vorbeireden einmal durchbrochen und auch die Bedeutung der Worte mit jener der Musik gleich.

Diese Produktion von „Tristan und Isolde“ nimmt das verschweigende Aneinander-Vorbeisprechen der Figuren einmal wörtlich, damit im Theater Hagen um so stärker das wahrnehmbar wird, was noch heute an Wagners 1865 in München uraufgeführtem, berühmtestem Werk so unwiderstehlich fasziniert: die musiktheatralisch ausgedrückte Utopie von der Überwindung menschlicher Einsamkeit.

Für die Neuinszenierung wurde mit dem Regisseur Jochen Biganzoli, dem Bühnenbildner Wolf Gutjahr und der Kostümbildnerin Katharina Weissenborn ein neues Produktionsteam verpflichtet, welches erstmals am Hagener Theater arbeitet. Für die musikalische Einstudierung und Leitung zeichnet Generalmusikdirektor Joseph Trafton verantwortlich, für die Choreinstudierung Wolfgang Müller-Salow, für die Lichtgestaltung Hans-Joachim Köster und für die Dramaturgie Intendant Francis Hüsers. Die weibliche Titelpartie singt Magdalena Anna Hofmann, welche damit ihr Rollendebüt gibt. Als weitere Gesangsgäste sind Zoltán Nyári (Tristan), Khatuna Mikaberidze (Brangäne), Wieland Satter (Kurwenal) und Daniel Jenz (Ein Hirt und Stimme eines jungen Seemanns) zu erleben. Aus dem Hagener Ensemble kommen Dong-Won Seo (König Marke), Richard van Gemert (Melot) und Egidijus Urbonas (Ein Steuermann) dazu. Ferner wirken der Herrenchor sowie der Herrenextrachor des Theaters Hagen mit, es spielt das Philharmonische Orchester Hagen.

Weitere Vorstellungen: 14.4.; 21.4.; 26.5.; 10.6.2019 – jeweils 15.00 Uhr

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel. 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

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Musikalische Leitung: Generalmusikdirektor Joseph Trafton / Inszenierung: Jochen Biganzoli / Bühne: Wolf Gutjahr / Kostüme: Katharina Weissenborn / Licht: Hans-Joachim Köster / Chor: Wolfgang Müller-Salow / Dramaturgie: Intendant Francis Hüsers

Mit: Magdalena Anna Hofmann (Isolde), Daniel Jenz (Ein Hirt und Stimme eines jungen Seemanns), Khatuna Mikaberidze (Brangäne), Zoltán Nyári (Tristan), Wieland Satter (Kurwenal), Dong-Won Seo (König Marke), Egidijus Urbonas (Ein Steuermann), Richard van Gemert (Melot) / Herrenchor des Theaters Hagen / Herrenextrachor des Theaters Hagen / Philharmonisches Orchester Hagen

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