Gottesdienst für die Unbedachten

… am 28. März in der Johanniskirche

In Hagen werden jedes Jahr etwa 100 Menschen durch das Ordnungsamt bestattet.

Der nächste ökumenische „Gottesdienst für die Unbedachten“ findet am Donnerstag, 28. März, um 17 Uhr in der Johanniskirche am Hagener Markt statt. Die Initiatoren, Pfarrerin Elke Schwerdtfeger und Pfarrer Jürgen Krullmann vom Evangelischen Kirchenkreis Hagen, Pfarrer Jürgen Schmitt vom katholischen Dekanat Hagen und die Stadt Hagen laden ein, all jener Menschen zu gedenken, die ohne Trauerfeier durch das Ordnungsamt bestattet worden sind.

„In Hagen werden jedes Jahr etwa 100 Menschen auf diese Weise beigesetzt“, sagt Pfarrerin Elke Schwerdtfeger. „Wir möchten das Augenmerk darauf richten, dass Menschen anonym beerdigt werden, ohne dass jemand sie begleitet. Sie haben keine Angehörigen mehr, oder Angehörige konnten nicht gefunden werden.“ Während des Gottesdienstes werden die Namen der Verstorbenen verlesen. Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Im Vorfeld wurden die Namen bereits in einer Traueranzeige in der Tageszeitung veröffentlicht.


„Die Verstorbenen haben nicht anonym gelebt; sie hatten Nachbarn, Kolleginnen und Bekannte. Und so biete der Gottesdienst auch jenen, die die Verstorbenen gekannt haben, eine Gelegenheit zum Abschied nehmen und zur letzten Begleitung“, so Elke Schwerdtfeger.