Hagener Gesundheitskonferenz befasst sich mit dem Präventionsgesetz

Das städtische Präventionsprojekt „GEWINN Hagen“ und Integration sind zwei der Themen, mit denen sich die 25 Abgeordneten der Gesundheitskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden und gleichzeitig zuständigen Beigeordneten für Gesundheit Thomas Huyeng in der letzten Sitzung befassten.

Die Vertreter der verschiedenen Bereiche der gesundheitlichen Versorgung berichteten zum städtischen Präventionsprojekt „GEWINN Hagen“. Hierbei handelt es sich um die integrierte kommunale „Gesundheitsförderung WehrINghauseN“ (GEWINN), die durch die gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen und der Stadt Hagen gefördert wird. Neben einer umfangreichen Bestandsaufnahme zusammen mit der Hochschule für Gesundheit in Bochum, werden nun Gesundheitsteams eingerichtet und erste Angebote für sozial und gesundheitlich belastete Bevölkerungsgruppen in Wehringhausen durchgeführt. Wer Interesse hat, an dem Projekt mitzuwirken, kann sich bei Malina König unter Telefon 02331/207-2797 melden. 

Des Weiteren befassten sich die Abgeordneten mit dem Thema psychische Erkrankungen, denn immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen haben Probleme damit, ihren Alltag zu bewältigen. Geplant wird für Hagen daher eine Öffentlichkeitsveranstaltung, um Beratungs-, Behandlungs- und auch Präventionsmöglichkeiten bekannter zu machen. 
Ein weiteres Thema war das Integrationsprojekt der Stadt Hagen und hier die besondere Situation der Menschen aus Südosteuropa. Für viele ist Hagen bereits zur Wahlheimat geworden, doch ungeklärter oder fehlender Krankenversicherungsschutz, Verständigungsprobleme und gesundheitliche Probleme stellen eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten dar. 

Die Gesundheitskonferenz stellte zudem ein gelungenes Beispiel für ehrenamtliches Engagement vor: Die medizinischen und zahnmedizinischen Angebote von „Luthers Waschsalon“ und dem dazugehörigen Arztmobil. Das dortige Engagement von Professor Theo Scholten, vormals Chefarzt am Agaplesion Allgemeines Krankenhaus Hagen, war zunächst an obdachlose Menschen gerichtet und hat sich in seinen zahlreichen Kooperationen auf Menschen ausgeweitet, die aus vielerlei Gründen auf medizinische Hilfe außerhalb des Regelsystems angewiesen sind. Auch einzelne Ärztinnen und Ärzte in Hagen sind bereit, dieses bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen.

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