Als „Stalker“ auf der Berlinale – Bernhard Steinkühler

Hagen / Berlin | direktdran.TV | Hans Leicher. |

Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Direktor des Hagener Kurzfilmfestivals Bernhard Steinkühler und Schaupieler Uwe Rohde während der Berlinale 2019 – Bildquelle: Bernhard Steinkühler

Nach dem Hagener Kurzfilmfestival ist vor dem Hagener Kurzfilmfestival…

…so ist der Gründer und Festivaldirektor Bernhard Steinkühler schon während „EatMyShorts“ läuft und direkt nach dem Festival unermüdlich mit der Organisation befasst. Hohe Priorität dabei hat der Kontakt zu Schauspielerinnen und Schauspielern, zu den Promis. Schließlich will Steinkühler auch zum nächsten Festival im November wieder die Promis mit Rang und Namen nach Hagen holen. Das ist nicht immer einfach. Auch dann nicht, wenn sich das Hagener Kurzfilmfestival mittlerweile etabliert hat und auch entsprechend im Gespräch ist. Denn bei vielen Promis herrscht Terminenge. Oft werden Produktionen kurzfristig angesetzt. Dazu kommen Verpflichtungen, die oft schon langfristig vereinbart sind. Die Promi-Gästeliste für das Hagener Kurzfilmfestival hängt eben von vielen, hoffentlich günstigen, Faktoren ab.

Seit dem vergangenem Freitag bis zu diesem Dienstag ist Bernhard Steinkühler zu Gast bei der Berlinale 2019. Der Festivaldirektor präsentiert damit Hagen und das Hagener Kurzfilmfestival in Berlin. Am Sonntag Nachmittag haben wir eine kurze Zwischenbilanz gezogen. Viel Zeit blieb dafür nicht. Der nächste Termin, schon wieder in einer Stunde.

„Die Berlinale ist ein straffes Programm. Ein Termin nach dem anderen. Alles ist eng getaktet. Meist kommt man nur kurz ins Appartement, durchgeschwitzt, andere Kleidung und dann geht es auch schon wieder weiter“, so Bernhard Steinkühler. Und bei den Terminen und Events ist eben Konzentration wichtig. Wenig Spaß, dafür viel Arbeit. Viele Menschen, viele Eindrücke und Emotionen, oft viel Lärm und trotzdem etwas ganz besonderes. So ist Bernhard Steinkühler in Berlin mittendrin und jeden abend auf einer anderen „Party“.

Was hat für den Hagener Festivaldirektor nun Priorität? Die Filme, die vielen Diskussionen und Hintergrundgespräche? Oder sind es die vielen Events während der Berlinale? „Der Kontakt zu den Promis“, antwortet Bernhard Steinkühler spontan. Immer im Kopf, die Gästeliste für das nächste Hagener Kurzfilmfestival. Und zu den Promis die Steinkühler noch nicht kennt, schaffen guten Freunde die Kontakte. Als Stalker fühlt er sich bei der Berlinale. Warum? „Nun, weil ich ständig hinter den Promis hinterherlaufe und mit ihnen für Kontakte schaffe“, kommt die verschmitzte Antwort. Eine Schlüsselfigur zwischen vielen Promis und Steinkühler ist in Berlin der Schauspieler Uwe Rohde, der ein Treuer Gast beim Kurzfilmfestival in Hagen ist und sich auch offen für „EatMyShorts“ bekennt.

Bernhard Steinkühler mit Regisseur Fatih Akin – Bildquelle: Bernhard Steinkühler

Zusammen mit Uwe Rohde hat Bernhard Steinkühler auch die Premiere des Fatih Akin-Films „Der Goldene Handschuh“ am Sonntag besucht. Der Film um den grausamen Frauenmörder Fritz Honka kommt nun in die Kinos. Uwe Rohde steht in dem Film in der Kneipe „Der Goldene Handschuh“ hinter der Theke. Von Regisseur Fatih Akin vorkalkuliert, wird der Film mittlerweile sehr kontrovers diskutiert. Für Bernhard Steinkühler war es „ein Hochgenuss“, die Premiere des Films miterleben zu dürfen. Beeindruckend für ihn: Die schauspielerischen Leistungen, insbesondere auch der Darstellerinnen.

Schauspieler Jonas Dassler, Bernhard Steinkühler, Schauspieler Uwe Rohde – Bildquelle: Bernhard Steinkühler

Dazu ein Treffen mit dem Regisseur Fatih Akin, dem Hauptdarsteller Jonas Dassler und… natürlich vielen anderen Promis. Z.B. mit der Schauspielerin Nina Petri, die spätestens mit dem Film „Lola Rennt“ bekannt wurde. Wenn nicht gerade ihr Traumengagement winkt, wird sie beim nächsten Hagener Kurzfilmfestival dabei sein, verrät Nina Petri in einem kurzen Interview. Der Regisseur Fatih Akin würde übrigens auch gerne nach Hagen kommen. Aber… in der Zeit steht schon wieder der Dreh für einen neuen Film an. Zugesagt hat aber schon Roland Jankowsky, u.a. als „Kommissar Oberbeck“ in der ZDF-Serie „Wilsberg“ bekannt.

Schauspieler Anthony Arndt, Bernhard Steinkühler, Schauspieler Uwe Rohde währender Berlinale 2019 – Bildquelle: Berhard Steinkühler

Das größte Erlebnis aber, berichtet Steinkühler sehr berührt, dass er mit auf dem berühmten Roten Teppich war. Eine große Ehre, ein großes Zugeständnis und unwiederbringliche Eindrücke und Erlebnisse – für einen Moment im Leben des Hagener Festivaldirektors.

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