Afrikanische Schweinepest: Stadt Hagen übt den Ernstfall

Die Stadt Hagen hat gestern (12. Februar) an einer Tierseuchenübung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) des Regierungsbezirks Arnsberg teilgenommen.

Da Ende 2018 Fälle von ASP in Belgien in Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg bekannt wurden, haben die Veterinärämter des Regierungsbezirks den Ernstfall eines Seuchenausbruchs in ihrer Stadt geprobt.

Im Übungsszenario wurde ein totes Wildschwein an einem Wanderparkplatz in der Pelmkestraße in Hagen aufgefunden und eine ASP-Erkrankung nachgewiesen. Daraufhin wurde das lokale Tierseuchenkontrollzentrum in Hagen aktiviert. Die Einsatzleitung des Tierseuchenkontrollzentrums unter Federführung des Veterinäramtes der Stadt Hagen bestand aus Vertretern des Fachbereiches für Gesundheit und Verbraucherschutz, der unteren Jagdbehörde, des Ordnungsamtes, der Feuerwehr sowie externen Institutionen wie der Kreisjägerschaft Hagen e.V., dem Wirtschaftsbetrieb Hagen, dem Landesbetrieb Wald und Holz und dem Regionalverband Ruhr. Das Team erörterte Maßnahmen zum Umgang mit dem Seuchenfall wie zum Beispiel die Einrichtung von Restriktionszonen. Thomas Huyeng, Dezernent des Vorstandsbereiches für Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bürgerdienste, Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen, rief für die Übung den Krisenstab der Stadt Hagen ein. 

Im Verlauf der Übung haben Einsatzleitung und Krisenstab im Zusammenspiel das gesamte Stadtgebiet Hagen zum gefährdeten Gebiet erklärt und eine Kernzone um den Fundort herum eingerichtet mit entsprechender Umzäunung und einem Waldbetretungsverbot. Eine besondere Herausforderung für die Übungsteilnehmer war es, die weitere Ausbreitung der gefährlichen Tierseuche zu verhindern und gleichzeitig Tierschutzbelange zu berücksichtigen, die eine Tötung von Tieren ohne vernünftigen Grund nicht zulassen.

Für alle Beteiligten war es ein großer Gewinn, Abläufe und die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Institutionen zu proben sowie sich für den Ernstfall in der Realität vorzubereiten.