ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM EMIL SCHUMACHER MUSEUM

Bei einem Rundgang durch das Museum am Sonntag, 3. Februar, ab 12.15 Uhr wird die Werkentwicklung des Künstlers Emil Schumacher erläutert:

Von den frühen, vom Expressionismus beeinflussten Arbeiten, über die Werke der 1950-er, die schließlich zur Abstraktion führten, den Einsatz von verschiedenen Materialen der folgenden Jahrzehnte bis hin zum Spätwerk werden verschiedene Facetten aus rund 70 Schaffensjahren vorgestellt. Schwerpunkt der Führung bilden die Blätter aus dem Engadin. Emil Schumacher erlebte an jedem Ort seines Schaffens andere Bedingungen, aus denen sich für den Künstler jeweils eigene Voraussetzungen ergaben, die Einfluss auf das Werk hatten. Das Schweizer Engadin reizte Schumacher durch die landschaftlichen Eigentümlichkeiten und besonderen Lichtverhältnisse des alpinen Hochtals. Das Licht im Engadin bezeichnete der Künstler als ein befreiendes Moment. Die „Landschaft im weitesten Sinne, aber auch diese Berge, der Himmel und der Schnee“ forderten den Künstler heraus, Bilder zu schaffen, die sich von anderen auf Reisen entstandenen Werkgruppen markant abheben. Landschaft und Licht sind dabei in den seit Beginn der 1980er-Jahre entstandenen Gouachen aus dem Engadin nicht mimetisch abgebildet. Im romantischen Sinne „Erdlebenbilder“ sind die dort entstandenen Werke abbildferne Erfindungen aus dem Inneren des Künstlers. Sie fügen der belebten und unbelebten Natur etwas Neues, der reinen Vorstellungskraft des Künstlers Entsprungenes hinzu. Die wirkliche Natur ist Stimulans für das Bild. Im Bild ist allein die Vorstellungskraft des Künstlers Wirklichkeit.
Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.