Hagener Grünen-Sprecher reagieren auf die Diskussion um Kunstrasenplätze

GRÜNE Hagen | >>Sprecherin Christa-Stiller-Ludwig und Sprecher Rolf L. Willaredt des Kreisverbandes von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Hagen bezeichnen, an die Vereinsvertreter/innen gerichtet, Kunstrasenplätze im Sport als „bislang unverzichtbare, zeitgemäße Einrichtungen“.

Wer die Entwicklung des Breiten- und Jugend-Sports im Fußball in den letzten Jahrzehnten Revue passieren lasse, der könne den Vereinen nur gratulieren, solche Spielflächen anbieten zu können. „Erfreut stellen wir fest, dass die neuen Beläge die Sportlerinnen und Sportler wetterunabhängiger machen und die Plätze dadurch häufiger und besser genutzt werden.“ Rolf L. Willaredt bestätigt aus der Erfahrungen seiner eigenen aktiven Zeit als Fußballspieler, dass ein Kunstrasen die Verletzungsanfälligkeit gegenüber der früheren Asche z.B. bei Abschürfung erheblich reduziere. Außerdem ermöglichen die ebenen Flächen eine berechenbare Spielkultur von Kindesbeinen an. „Die einladende Optik befördert die Bewegungsmotivation bei Jung und Alt“, so Rolf L. Willaredt weiter. In ganz Europa haben sich die Kunstrasenbedingungen besonders bei den Trainingsgeländen durchgesetzt. Generell haben Materialien und deren Verarbeitung ihre jeweilige Konjunktur. „Hätten wir vergleichsweise dem Luftreifen beim Automobil oder beim Fahrrad nicht unser Vertrauen geschenkt“, zieht Christa Stiller-Ludwig eine Parallele, „würden wir heute vielleicht noch auf Metall- oder Holzreifen rollen. Wir sind der Überzeugung, dass „wir uns in Deutschland auf Materialprüfungen im Hinblick auf gesundheitliche Gefahren verlassen können“. Materialien verschiedenster Art, haben sich in vielen Bereichen nach anfänglicher Begeisterung unter den Resultaten neuer Messverfahren als gesundheitsgefährdend herausgestellt. – Bei Kunstrasenbelägen liegen jedoch bisher Unbedenklichkeitsbelege vor. „Wir gehen davon aus, dass sich diese ohne Abstriche weiter halten lassen.“ Eine öffentliche Diskussion darüber müsse aber jederzeit möglich sein und Fragen dazu ebenfalls, besonders, wenn es um die Gesundheit der Menschen geht. Nach Willaredt gebe „keine dummen Fragen, auch nicht zur Unzeit“, heißt es im pädagogischen Umfeld. Das gelte ohne Abstriche nach Meinung der Hagener grünen Doppelspitze auch in der (kommunalen) Sportpolitik.

P.S.: Was hätte Lothar Emmerich zu dieser Debatte beigetragen, fragt sich Rolf L. Willaredt, der mit dem Nationalspieler in dessen letzten Jahren seiner Karriere noch zusammen gespielt hat. Die Antwort scheint klar: Er hätte auch den Kunstrasen akzeptiert, wenn dieser seine Torerfolge weiter garantiert hätte.

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