Erpressermails aufgetaucht!

Erpresser machen sich möglicherweise die kürzlich öffentlich gewordene Hacker-Welle zunutze und versuchen, ahnungslose Opfer zu erpressen.

Am Mittwoch und Donnerstag landeten erneut Erpressermails 
auf Rechnern in Altena und Lüdenscheid und Iserlohn. Im Fall eines 
Büros behauptete der Absender, er habe jetzt „vollen Zugriff“ – 
gemeint war offenbar der Computer des Empfängers. Außerdem gebe es 
verunglimpfende Videos. Um dessen Veröffentlichung zu verhindern, 
solle die Empfängerin einen Betrag in der virtuellen Währung Bitcoin 
überweisen. Auf diesem Weg lässt sich der Empfänger nur sehr schwer 
ermitteln.

   Die Erpressermails werden schon seit einiger Zeit versendet und es
gibt verschiedene Varianten. Die Täter spielen subtil mit der Angst, 
indem sie massenhaft Mails verschicken an Privatpersonen oder Firmen.
Die Hoffnung: Irgendeinen mit schlechtem Gewissen wird es schon 
treffen. Mancher zahlt aus Scham. Er riskiert allerdings eher weitere
Forderungen und wird die Erpresser auf diesem Weg keineswegs los. Die
individualisierte Fassung der Erpresser-Mails enthält sogar private 
Informationen wie Namen oder Handynummern. Immer wieder erlangen 
Hacker solche Informationen. Das heißt aber noch lange nicht, dass es
tatsächlich kompromittierende Videos von den Opfern gibt. Im Zweifel 
sollten sich Opfer an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

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