© Hans Leicher.

Blaulicht-Nachrichten 06.12.2018

UPDATE Sondereinsatz im Rockermileu

Insgesamt wurden vier Personen mit Haftbefehl und zehn weitere vorläufig festgenommen. Eine der festgenommenen Personen hatte bei seiner Festnahme eine scharfe Schusswaffe im Hosenbund, andere hatten eine solche zugriffsbereit in ihrer Wohnung deponiert.

Auf dem Foto ist ein Großteil der sichergestellten Waffen zu sehen. Es handelt sich überwiegend um scharfe Schusswaffen. Einige der Gegenstände wurden von PTB-Waffen zu schussfähigen Feuerwaffen umgebaut. Entsprechende zugehörige Munition wurde ebenfalls sichergestellt. In einem Objekt in Dortmund wurde eine Werkstatt zum Umbau von Waffen gefunden.

Die Festnahmen und Durchsuchungen erfolgten an sieben Objekten mit Unterstützung von Spezialeinheiten. Es wurden zum Teil schwer zugängliche Türen gesprengt.

Erstmeldung:

Am Donnerstag kam es zu einem Einsatz gegen Mitglieder einer in Hagen ansässigen Rockergruppierung.

Die Hagener Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei führten in den frühen Morgenstunden einen lange geplanten und groß angelegten Sondereinsatz im Rockermilieu durch. Hintergrund ist u.a. ein versuchtes Tötungsdelikt vom 05.10.2018 in Hagen, bei dem ein Angehöriger einer rivalisierenden Rockergruppierung durch eine Schussabgabe lebensgefährlich verletzt wurde. In diesem Zusammenhang wurden durch das Amtsgericht Hagen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen vier Personen erlassen. Die heutigen Maßnahmen dienten unter anderem der Vollstreckung dieser Beschlüsse. Dabei durchsuchten Polizistinnen und Polizisten gemeinsam mit Spezialeinsatzkräften zeitgleich mehrere Objekte in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis. Es wurden 13 Männer im Alter zwischen 21 – 56 Jahren festgenommen und scharfe Schusswaffen, sowie Betäubungsmittel und verbotene Gegenstände, sichergestellt. Die Ergebnisse des Einsatzes werden zurzeit noch durch die Kriminalpolizei ausgewertet.

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