WEIHNACHTSKRIPPE von Emil Schumacher

Am kommenden Samstag, dem 8. Dezember, um 16.00 Uhr präsentiert das Emil-Schumacher-Museum in Hagen ein besonders persönliches Werk Emil Schumachers, das bisher nur wenigen Hagener Familien vertraut ist, eine Weihnachtskrippe aus dem Jahr 1947.

Die Krippe schuf der junge Familienvater und Künstler nur zwei Jahre nach dem Krieg in noch immer schweren Zeiten und unter  dem Einfluss der allgegenwärtigen Zerstörungen des Krieges. 


Grundlage für die Krippendarstellungen wie wir sie heute kennen sind die Überlieferungen der Evangelisten Matthäus und Lukas, die ihre Darstellung des Lebens Jesu mit einer Vorgeschichte überlieferten: „So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“ (Lk 2,4–7 EU)
Wie konnten die Figuren des Jesuskindes, von Maria und Josef aus der Hand Schumachers in dieser Zeit, kurz nach dem zweiten Weltkrieg, geraten? Die Zeitgenossen waren kritisch und wünschten sich meist eher eine liebliche Szene in leuchtenden Farben und vielleicht auch mit etwas „Rauschgold“, um bei der Betrachtung der Krippe an bessere Zeiten denken zu können und Trost zu finden – wer hätte es ihnen verdenken mögen. Aber es gab auch Familien in Hagen, denen die Roh- und Einfachheit des Schumacherschen Bildes von der Geburt Jesu gerade umso mehr ans Herz ging. Für sie gehört die Krippe aus Zementguss bis heute zu Advent und Weihnachtszeit.
In diesem Jahr haben wir dank der großzügigen Bereitschaft der Eigentümer die besondere Gelegenheit bekommen, eines der seltenen Exemplare im Museum aufzustellen und so mit unseren Besucherinnen und Besuchern während der Advents- und Weihnachtszeit zu teilen. Die Weihnachtskrippe von Emil Schumacher, die seit 1947 nur im privaten Kreis aufgestellt wurde, kann bis zum 13. Januar im Emil Schumacher Museum betrachtet werden. 
Wir freuen uns, für diesen besonderen Anlass Dr. Norbert Bathen (Pfarrer an St. Marien Hagen, Leiter des Pastoralen Raums Hagen-Mitte-West und Dechant des Dekanats Hagen-Witten) gewonnen zu haben, die Krippe gemeinsam mit Dr. Ulrich Schumacher (Stifter und Vorsitzender der Emil schumacher Stiftung) und Rouven Lotz (Wissenschaftlicher Leiter des Emil Schumacher Museums) vorzustellen. Im Anschluss gibt es auf dem Hagener Weihnachtsmarkt noch Gelegenheit, gemeinsam im Gespräch etwa über die Weihnachtszeit gestern, heute und morgen nachzudenken.

Was:Präsentation/Ausstellung:EMIL SCHUMACHER – EINE WEIHNACHTSKRIPPE AUS DEM JAHR 1947


Wer:         Dr. Norbert Bathen – Pfarrer an St. Marien, Hagen, Leiter des Pastoralen Raums Hagen-Mitte-West und Dechant des Dekanats Hagen-WittenDr. Ulrich Schumacher – Stifter und Vorsitzender der Emil Schumacher Stiftung, HagenRouven Lotz – Wissenschaftlicher Leiter des Emil Schumacher Museums, Hagen

Wann:      Samstag, 8. Dezember 2018, 16.00 Uhr 


Wo:          Emil Schumacher Museum, Hagen

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